Freiwilligendienste 6

Quote:

„Mein innerer Kompass, der durch meine Sozialisation in Deutschland als Person of Color ausgerichtet wurde, braucht nun neue Koordinaten, damit ich mich verorten kann … und darüber dann wohl oder übel Andere verorten werde.“

Quelle:

Autor*inneninfo:

Chandra-Milena Danielzik (geb. 1981) ist Politikwissenschaftlerin und glokal-Mitglied.

Kontext:

Das Aufwachsen als BIPoC im Globalen Norden  konfrontiert Menschen mit den ideologisch Folgen des Kolonialismus: mit Rassismus. Wenn BIPoC dann in den Globalen Süden reisen und als Menschen aus dem Globalen Norden wahrgenommen werden, kann dies verwirrend und auch schmerzhaft sein. Rassismus in Deutschland am eigenen Leib zu spüren bedeutet aber nicht, dass BIPoC-Freiwillige im Globalen Kontext nicht andere Vorteile genießen: „Wenn wir z.B. in Europa aufgewachsen und sozialisiert sind, einen europäischen Pass und Mittel zum Reisen haben, sind wir zum einen durch „westliches“ (Überlegenheits-)Denken geprägt, zum anderen stehen uns dadurch bestimmte materielle und politische Ressourcen zur Verfügung" (glokal 2013: 42). Wie verortest du dich im Bezug auf Rassismus, Gender, Klasse etc. wenn du in Deutschland bist? Ändert sich diese Verortung, wenn du in einem Land des Globalen Südens bist?

Zum Weiterlesen:

Jahr:

2013