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Die Linie setzt sich kontinuierlich fort – diejenigen, die den Indigenen das Land wegnahmen, unterdrücken heute uns mit ihren feudalen Strukturen. (…) Ausländische Monopole zwingen uns Kulturen auf, zwingen uns Chemikalien auf, die unsere Atemluft verschmutzen, zwingen uns Technologien und Ideologien auf. All dies durch die Oligarchie, die das Land besitzt und die Politik kontrolliert. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Oligarchie ihrerseits von denselben Monopolen kontrolliert wird, demselben Ford Motor, Monsanto, Philip Morris. Es ist die Struktur, die wir ändern müssen. Ich bin gekommen, um darüber zu berichten. (…) Ich glaube, dass Wahrheit und Gerechtigkeit letztendlich triumphieren werden. Es wird ganze Generationen dauern. Wenn ich in diesem Kampf sterben muss, soll es so sein. Aber eines Tages werden wir triumphieren. Inzwischen weiß ich, wer der Feind ist, und der Feind weiß, wer ich bin.
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Tomasella verknüpft in diesem Zitat sowohl Kolonialismus wie auch die Ungleichheit, die mit ungleichen Besitzverhältnissen einhergeht. Auch in Deutschland besitzen 10% der Bevölkerung 50% des gesamten Nettovermögens. Einkommen und Vermögen hängen überall auf der Welt mit der sozialen Herkunft der Menschen zusammen (70% der Akademiker:innenkinder, aber nur 20% der Arbeiter:innenkinder gehen zur Universität, s. Fratzscher 2017).