Quote:
Der Kampf für Baum und Wald ist vor allem ein antiimperialistischer Kampf. Denn der Imperialismus ist der Pyromane unserer Wälder und Savannen.
Quelle:
The Militant (14.02.2022): Thomas Sankara spoke for the oppressed all over the world.
Autor*inneninfo:
Thomas Sankara (1949-1987) war Revolutionär, Panafrikanist und Internationalist. Er wurde 1983 durch einen Putsch Präsident Burkina Fasos. 1987 wurde er ermordet. Seine Ermordung war wahrscheinlich ein international unterstützes Komplott durch Frankreich, die USA und die Elfenbeinküste, Libyen und andere (Jaffré 2018). Sein Nachfolger, Blaise Compaoré wurde 2014 nach 27 Jahren als Präsident aus dem Amt gejagt . 2022 wurde Compaoré in Abwesenheit wegen Beteiligung an der Ermordung von Thomas Sankara zu lebenslanger Haft verurteilt.
Kontext:
Sankara verband Themen wie Gender, Umwelt und Demokratie mit Kritik an kolonialer Beherrschung. Sankaras Regierung enthielt so viele Frauen wie in keinem anderen afrikanischen Land, seine Leibwache waren Frauen auf Motorrädern. Er versuchte, demokratische Elemente in Regierungshandeln zu integrieren. Zum Beispiel konsultierte er Frauenvertreterinnen aus allen Provinzen des Landes, als er vorhatte, Polygamie zu verbieten.
In seiner Regierungszeit wurden die staatlichen Luxusautos verkauft und billige Staatsfahrzeuge angeschafft, Bildungs- und Gesundheitsversorgung verbessert, eine Landreform durchgeführt und die Wiederaufforstung forciert.Zum Weiterlesen:
*Fiona Faye (2023): "Burkina Faso Under the Presidency of Thomas Sankara – A Post-Developmental State?" (Masterarbeit Universität Kassel)
*Africavenir (2017): Thomas Sankara - Die Ideen sterben nicht.
*Bruno Jaffré (2018): ‘Who Killed Sankara?’ In A Certain Amount of Madness: The Life, Politics and Legacies of Thomas Sankara, ed. Amber Murrey. London: Pluto Press, 96–112
Jahr:
1986