Martin Luther (1483-1546) war deutscher Mönch, Theologieprofessor und die wichtigste Persönlichkeit der Reformation, welche die Macht der katholischen Kirche herausforderte.
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Die Antwort war
OK
Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von leidig und müßig gehen kommen die Leute um Leib und Leben, denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen.
Richtig!
Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von leidig und müßig gehen kommen die Leute um Leib und Leben, denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Quelle:
Zitat: Heinz-Josef Bontrup (2009): Arbeit und Kapital. Wirtschaftspolitische Bestandsaufnahme und Alternativen. In: Johannes Rehm / Hans G. Ulrich (Hrsg.): Menschenrecht auf Arbeit? Sozialethische Perspektiven, Stuttgart: Kohlhammer, S. 164.
Bild: Wikimedia.
Kontext:
Der Begründer des Protestantismus Luther sah Arbeit als Gottesdienst an und betonte die Gleichwertigkeit weltlicher und geistlicher Berufe. Die protestantische Auffassung von Arbeit diente in den folgenden Jahrhunderten als eine der ideologischen Komponenten um zu rechtfertigen, dass man Menschen, die als nicht arbeitsam galten, in Arbeitshäuser sperrte und zur Arbeit zwang. Besonders im Calvinismus wurde Eigentum und Vermögen als Zeichen göttlichen Wohlgefallens betrachtet. Der Soziologe Max Weber beschreibt in seinem Buch „Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ (1904/1905) den engen Zusammenhang zwischen protestantischer Arbeitsethik und dem Kapitalismus.
Zum Weiterlesen:
*Johannes Rehm & Hans G. Ulrich (2009): Menschenrecht auf Arbeit? Sozialethische Perspektiven. Stuttgart: Kohlhammer.
*Deutschlandfunk (13.06.2020): Zum 100. Todestag Max Webers. Der Jahrhundertsoziologe und die Politik.
OK
Wenn dieser [wirtschaftliche] Schockansatz angenommen würde, sollte er meines Erachtens sehr detailliert öffentlich bekannt gegeben werden, um zu einem sehr nahen Zeitpunkt in Kraft zu treten. Je umfassender die Öffentlichkeit informiert ist, desto mehr werden ihre Reaktionen die Anpassung erleichtern.
Richtig!
Wenn dieser [wirtschaftliche] Schockansatz angenommen würde, sollte er meines Erachtens sehr detailliert öffentlich bekannt gegeben werden, um zu einem sehr nahen Zeitpunkt in Kraft zu treten. Je umfassender die Öffentlichkeit informiert ist, desto mehr werden ihre Reaktionen die Anpassung erleichtern.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Milton Friedman (1912-2006) war Ökonom der Chicagoer Schule, ein Erfinder des Neoliberalismus und Nobelpreisträger für Wirtschaft 1976. Das Zitat stammt aus einem Brief Friedmans an den chilenischen Diktator Pinochet.
Quelle:
Naomi Klein (2010: 109)
Kontext:
Milton Friedman war der Meinung, dass Gesellschaften radikal verändert werden müssten: auf die Bevölkerung sollten diese Veränderungen wie ein Schock treffen. Außerdem müssten die Kräfte der Wirtschaft frei regieren können, ohne staatliche Eingriffe. Dieser Freiheitsbegriff ist als Neoliberalismus in die Geschichte eingegangen. Friedmans Hauptwerk heißt daher auch „Capitalism and Freedom“ (1962). Diese Freiheit bedeutet jedoch in erster Linie wirtschaftliche Freiheit, oft auf Kosten von Mensch und Natur (vgl. Klein 2010: 85). Politiker sollten Schockstrategien für den Wandel zum neoliberalen Kapitalismus einsetzen. Dafür müssen Krisensituationen wie Naturkatastrophen ausgenutzt werden, so der Ökonom: Befinden sich Gesellschaften infolge einer Katastrophe in einer Schockstarre, lassen sich wirtschaftliche Veränderungen am besten umsetzen. Denn in solchen Ausnahmesituationen würden sich die Menschen „Reformen“ wie der Privatisierung von Bildung, Gesundheit und Sozialem nicht widersetzen, weil sie überfordert wären. Friedman und seine Chicago Boys (an der University of Chicago ausgebildete Ökonomen) experimentierten mit ihren Theorien vor allem in Diktaturen wie in Chile unter General Pinochet.
Zum Weiterlesen:
*Naomi Klein (2010): Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Frankfurt a.M.: Fischer.
*Silvia Federici (2014): Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: Mandelbaum kritik & utopie.
OK
Ich habe ihm gesagt, dass es nicht ehrenhaft sei für eine Frau, außer ihrem Ehemann noch jemand zu lieben. (…) Er selbst war nicht sicher, ob sein Sohn, der anwesend war, wirklich sein Sohn sei. Er antwortete: „Das was du sagst, macht keinen Sinn. Ihr Franzosen liebt nur eure Kinder, aber wir lieben alle Kinder unseres Stammes, unserer Gruppe“. Ich lachte, weil ich sah, dass er begann, Küchenphilosophie zu betreiben.
Richtig!
Ich habe ihm gesagt, dass es nicht ehrenhaft sei für eine Frau, außer ihrem Ehemann noch jemand zu lieben. (…) Er selbst war nicht sicher, ob sein Sohn, der anwesend war, wirklich sein Sohn sei. Er antwortete: „Das was du sagst, macht keinen Sinn. Ihr Franzosen liebt nur eure Kinder, aber wir lieben alle Kinder unseres Stammes, unserer Gruppe“. Ich lachte, weil ich sah, dass er begann, Küchenphilosophie zu betreiben.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Paul Le Jeune war ein französischer Jesuit, der Mitte des 17. Jahrhunders in Kanada lebte. Die Jesuiten wollten die Montagnais-Naskapi missionieren und disziplinieren. Die Montagnais-Naskapi lebten auf der östlichen Labrador Halbinsel.
Quelle:
Eleanor Burke Leacock (1981): Myths of Male Dominance: Collected Articles on Women Cross-Culturally. New York: Monthly Review Press, S. 50. Die Jahreszahl (1750) ist eine ungefähre Angabe.
Kontext:
Der Missionar war überrascht von der Großzügigkeit, dem Gemeinschaftssinn und der Status-Indifferenz der Montagnais-Naskapi, gleichzeitig aber schockiert über deren Verachtung von Konzepten wie Besitzdenken, Autorität (Leacock 1981: 49), männlicher Überlegenheit (Leacock 1981: 52) und dass sie ihre Kinder nicht bestrafen. Auch der Kolonisator Hernández de Córdoba war überrascht, als er 1517 auf der mexikanischen Halbinselinsel Yucatán landet: In den Tempeln gab es so viele weibliche Gottheiten (Federici 2014: S. 277), dass er sie als „Isla de la Mujeres“ (Fraueninsel) bezeichnete. Die fehlende männliche Autorität wurde von europäischer Seite oft als ein Fehlen von Zivilisation gesehen.
Zum Weiterlesen:
*Silvia Federici (2014): Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: Mandelbaum.
*Howard Zinn (2007): Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Berlin: Schwarzerfreitag Verlag.
OK
„Die Kolonialwirtschaft soll sich die N***arme dienstbar machen, die Hygiene soll sie stark erhalten und ihre Zahl erhöhen. […] Bleiben wir bei Ostafrika und nehmen an, dass die Schlafkrankheit nur 10.000 Menschenleben gefordert hat bzw. fordern wird, bis unser Kampf gegen sie siegreich durchgeführt ist.“
Richtig!
„Die Kolonialwirtschaft soll sich die N***arme dienstbar machen, die Hygiene soll sie stark erhalten und ihre Zahl erhöhen. […] Bleiben wir bei Ostafrika und nehmen an, dass die Schlafkrankheit nur 10.000 Menschenleben gefordert hat bzw. fordern wird, bis unser Kampf gegen sie siegreich durchgeführt ist.“
Jahr:
Autor*inneninfo:
Ludwig Külz (1875-1938) war Arzt und ab 1902 Leiter des Nachtigal-Krankenhauses in Togo. Der indigenen Bevölkerung wurde der Zugang und die Behandlung dort verweigert. Er war ebenso Regierungsarzt in anderen Kolonien. Ab 1920 schulte er als Professor am Hamburger tropenhygienischen Institut sogenannte Auswanderer:innen. Külz bezog sich in dem Zitat auf das vorherrschende „Motto“, „Schwarze Hände, weiße Köpfe“, das erstmals von Friedrich Wulffert in einem Vortrag postuliert wurde.
Quelle:
Zitiert nach Wolfgang U. Eckart (1997): Medizin und Kolonialimperialismus Deutschland 1884-1945, S. 59 aus Ludwig Külz (1911): Grundzüge der kolonialen Eingeborenenhygiene, in: Beihefte z. Arch. f. Schiffs- u.Trophyg. 15 (1911) 3, 386-475; Wesen und Ziele (1910).
Kontext:
Deutsche Kolonialmedizin wird im kollektiven Gedächtnis häufig mit „Abenteuerlust“, gefährlichen Tsetse-Fliegen oder dem aufopfernden Einsatz deutscher Ärzt:innen „fern der Heimat“ in Verbindung gebracht. Spätestens mit dem „Kolonialeintritt“ des deutschen Kaiserreichs 1884 nutzten viele (vor allem junge) Ärzt:innen den Einsatz in den Kolonien, um ihre medizinische Karriere voranzubringen. In diesem Kontext entwickelten sie gefährliche Medikamente, die sie an der kolonisierten Bevölkerung ausprobierten. Dies geschah vor allem in den Schlafkrankheits-Konzentrationslagern und Lepraheimen in Togo, Kamerun und „Deutsch-Ostafrika“. Ab 1907 sollte es eine „sozialere“ Kolonialpolitik geben, basierend auf „Humanität, Gerechtigkeit und Mildtätigkeit“. Allerdings waren auch hier die „effektive Ausbeutung von Land und Leuten“ – wie die im Zitat angesprochenen „Arme“, also die Arbeitskraft der Kolonisierten – zum Erhalt und zur Verbesserung der deutschen Kolonialökonomiedas eigentliche Ziel. Ludwig Külz forderte eine „Koloniale Menschenökonomie“, die als „sanitäre Pädagogik“ eine Akkulturation und die Umsetzung „kolonialer Rassenhygiene“ durchsetzen sollte. Die Aufgabe des „Tropenhygieniker“ sei es die schwächelnde deutsche Kolonialökonomie durch Erhalt des „wertigen“ Lebens innerhalb der kolonisierten Bevölkerung (z.Bsp. „starke Männer“) zu stärken. Gleichzeitig war es Külz ein zentrales Anliegen „schlechtes“ oder „minderwertiges“ Leben insbesondere im Sinne einer sogenannten „Mischlingsbevölkerung“ zu vermeiden.
Zum Weiterlesen:
*Wolfgang U. Eckart (1997): Medizin und Kolonialimperialismus Deutschland 1884-1945. Verlag Ferdinand Schöningh: Paderborn.
OK
Freiheit des Handels. Die Spanier können den Handel unter den Native Americans rechtmäßig weiterführen, solange sie deren Land keinen Schaden zufügen, wie z. B. durch die Einfuhr von Waren, die ihnen fehlen, und indem sie dort entweder Gold oder Silber oder andere Waren exportieren, die die Eingeborenen in Fülle haben. Die einheimischen Fürsten können ihre Untertanen weder daran hindern, Handel mit den Spaniern zu führen; noch dürfen die Fürsten Spaniens den Handel mit den Eingeborenen verhindern.
Richtig!
Freiheit des Handels. Die Spanier können den Handel unter den Native Americans rechtmäßig weiterführen, solange sie deren Land keinen Schaden zufügen, wie z. B. durch die Einfuhr von Waren, die ihnen fehlen, und indem sie dort entweder Gold oder Silber oder andere Waren exportieren, die die Eingeborenen in Fülle haben. Die einheimischen Fürsten können ihre Untertanen weder daran hindern, Handel mit den Spaniern zu führen; noch dürfen die Fürsten Spaniens den Handel mit den Eingeborenen verhindern.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Francisco de Vitoria (1483 – 1546) war ein katholischer Moraltheologe, Dominikanermönch und Naturrechtslehrer. Er lehrte an unterschiedlichen Universitäten Spaniens und äußerte sich in seinen Schriften auch zu politischen Themen, wie Eroberungen und Handel in den Amerikas. De Vitoria war zentral für die Entwickung der Begriffe „Handelsfreiheit“ und „Freiheit der Meere“ (für Handel).
Quelle:
Vitorias Schrift (1532): The First Relectio of the Reverend Father, Brother Franciscus de Victoria, On the Indians Lately Discovered.
Kontext:
Das Recht und die Freiheit zu reisen und zu handeln werden von de Vitoria als fundamentale Prinzipien eines natürlichen Rechts gesehen. Dieses Recht der Kaufleute wurde über evtl. Einschränkungen und Protektionismus (Schutz vor Wareneinfuhr) durch adelige Herrscher:innen gestellt (Fürsten). Allerdings waren die Handelsbeziehungen keineswegs Beziehungen unter Gleichberechtigten. Das Gold und Silber, das (so de Vitoria) „die Eingeborenen in Fülle haben“ wurde erst durch umweltzerstörenenden Bergbau und für Arbeiter:innen gefährliche und erniedrigende Zwangsarbeit gewonnen. Deutsche Händler:innen und Fürst:innen hatten sogar Privatkolonien in Lateinamerika, Afrika und Asien oder waren in den Sklavenhandel verwickelt (Potts 1988: 18). Zum Beispiel war Großfriedrichsburg im heutigen Ghana im 17. Jahrhundert eine Kolonie des Großen Kurfürsten Jakob von Kurland. Venezuela war von 1528 bis 1558 Hauskolonie des Bankhauses Welsers (Reader der AG: 4ff.).
Zum Weiterlesen:
*Antony T. Anghie (2005): Imperialism, Sovereignty and the Making of International Law. Cambridge: Cambridge University Press.
*Lydia Potts (1988): Weltmarkt für Arbeitskraft. Hamburg: Junius.
*AG Weiße deutsche Frauen und Kolonialismus: „Weiße deutsche Frauen & Kolonialismus – Reader zu einer Veranstaltung.“ C/o Infoladen. Kleiner Schäferkamp 46. 20357 Hamburg.
OK
„Die ganze Menschheit weiß und gibt zu, dass zwei Völker, zwei Rassen unter allen anderen einzigartig sind: die Griechen und die Juden. Sie (die Juden) zeichnen sich durch ihre Religiosität und ihre Mentalität aus. Deshalb kämpfen diese gegen uns, sie verabscheuen uns. Ein Atheist verschmäht alle Religionen. Die Juden verschmähen den Hellenismus, sowie das Orthodoxe Christentum. Da die beiden [Hellenismus und Orthodoxes Christentum], wenn sie Hand in Hand gehen, eine außergewöhnliche Kraft haben“.
Richtig!
„Die ganze Menschheit weiß und gibt zu, dass zwei Völker, zwei Rassen unter allen anderen einzigartig sind: die Griechen und die Juden. Sie (die Juden) zeichnen sich durch ihre Religiosität und ihre Mentalität aus. Deshalb kämpfen diese gegen uns, sie verabscheuen uns. Ein Atheist verschmäht alle Religionen. Die Juden verschmähen den Hellenismus, sowie das Orthodoxe Christentum. Da die beiden [Hellenismus und Orthodoxes Christentum], wenn sie Hand in Hand gehen, eine außergewöhnliche Kraft haben“.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Theophilos, Bezirksregierender von Gortyna und Megalopolis (1970-2006), geboren als Athanasios Kanavos (1921-2006).
Quelle:
Μητροπολίτου Γόρτυνος και Μεγαλοπόλεως Θεοφίλου, «Η ουσία της γιορτής της Χριστιανοσύνης», Τύπος της Κυριακής, 22/4/2001 [Theophilos, metropolitan of Gortyna and Megalopolis, “The essence of the Christiandom’s feast”, newspaper “Typos tis Kyriakis”, 22/4/2001]
Kontext:
Dieses Zitat spiegelt sehr gut das wider, was man als „Antisemitismus der Mitte“ bezeichnen kann (nach dem Paradigma von Michel Billigs „banalem Nationalismus“): eine Denkweise, die von einer großen Anzahl gewöhnlicher Menschen geteilt wird und nicht nur ausschließlich von den Antisemiten der extremen Rechten. Bezirksregierender Theophilos zum Beispiel war ein konservativer Mainstream-Politiker; „Typos tis Kyriakis“, die Zeitung, die seinen Artikel veröffentlichte, ist kein faschistisches Medium, sondern die Sonntagsausgabe der konservativen Mainstream-Zeitung „Eleftheros Typos“, einer Zeitung, die seit 1984 mit der Partei Nea Dimokratia identifiziert wird. Theophilos‘ Artikel wurde anlässlich von Ostern veröffentlicht und befasste sich hauptsächlich mit der angeblich „antireligiösen“ Politik der damals an der Macht befindlichen PASOK-Regierung. Im Jahr zuvor hatte die griechisch-orthodoxe Kirche ihre Anhänger gegen die Streichung der Religionszugehörigkeit aus den neuen Personalausweisen der Bürger mobilisiert. Diese Maßnahme wurde von der rechten Fraktion der Nea Dimokratia, und der Partei LAOS (Popular Orthodox Rally) unterstützt, unter dem Deckmantel eines vermeintlichen „internationalen jüdischen Drucks auf Griechenland“ sowie einer imaginären „jüdischen Abstammung“ des damaligen griechischen Ministerpräsidenten Kostas Simitis.
Zum Weiterlesen:
Δημήτρης Ψαρράς, Το κρυφό χέρι του Καρατζαφέρη. Η τηλεοπτική αναγέννηση στης ελληνικής Ακροδεξιάς, Athens: Alexandreia, 2010, pp.104-108.
OK
Interkulturelle Kompetenz ist Herrschaftskompetenz.
Richtig!
Interkulturelle Kompetenz ist Herrschaftskompetenz.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Paul Mecheril (geb. 1962) ist ein deutscher Bildungswissenschaftler. Er forscht zu Bildung in der Migrationsgesellschaft aus einer rassismuskritischen Perspektive.
Quelle:
Paul Mecheril et al (2010): Bachelor | Master: Migrationspädagogik. Weinheim: Beltz, S. 77ff.
Kontext:
Mecheril kritisiert interkulturelle Kompetenz als Vielfaltsmanagement aus dominanter Perspektive. Es gelte als erstrebenswert, dass (in der Regel weiße) Menschen durch Fortbildungen und Auslandsaufenthalte sogenannte interkulturelle Kompetenz erwerben. Paradoxerweise werden Migrant*innen und People of Color diese interkulturelle Kompetenzen jedoch oft abgesprochen: Warum werden migrantische Strategien zum Umgang mit Überleben in einer rassistischen Gesellschaft nicht als interkulturelle Kompetenzen verstanden?
Zum Weiterlesen:
*Astrid Messerschmidt (2009): Weltbilder und Selbstbilder. Bildungsprozesse im Umgang mit Globalisierung, Migration und Zeitgeschichte. Frankfurt a. M.: Brandes & Apsel.
*glokal (2013): Bildung für nachhaltige Ungleichheit. Eine postkoloniale Analyse von Materialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland.
OK
„So fühlte ich ja auch, nur, dass man das nach außen gar nicht tragen kann. Sie können ihren Schmerz und den Grund für diesen Schmerz, dass die Zwangssterilisation war, konnte ich ja gar nicht nach außen irgendwie deutlich machen. Weil es mit einem solchen Makel behaftet ist, als minderwertig zwangssterilisiert worden zu sein, lebenslang als minderwertig abgestempelt zu sein. Das ist ja eine unglaubliche Sache. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären das!“
Richtig!
„So fühlte ich ja auch, nur, dass man das nach außen gar nicht tragen kann. Sie können ihren Schmerz und den Grund für diesen Schmerz, dass die Zwangssterilisation war, konnte ich ja gar nicht nach außen irgendwie deutlich machen. Weil es mit einem solchen Makel behaftet ist, als minderwertig zwangssterilisiert worden zu sein, lebenslang als minderwertig abgestempelt zu sein. Das ist ja eine unglaubliche Sache. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären das!“
Jahr:
Autor*inneninfo:
Dorothea Buck (1917-2019) war eine deutsche Autor*in und Bildhauer*in. Sie wurde unter der NS-Herrschaft als psychisch krank eingestuft und zwangssterilisiert. Sie hielt kritische Vorträge, schrieb Aufsätze und u.a. ein Theaterstück über den hunderttausendfachen Mord an psychisch Kranken und Behinderten in der NS-Zeit. 1992 gründete sie mit anderen Betroffenen den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.
Quelle:
RBB, 27.05.2010: „
Kontext:
Während der NS-Herrschaft wurden hundertausende Menschen Opfer von Menschenversuchen durch Mediziner:innen, sowie von menschenverachtender medizinischer Behandlungen und Krankenmorden. Die Nazis suchten sich ihre Opfer in Psychatrien, in Konzentrations- oder Kriegsgefangenenlagern. Nach den Nürnberger Prozessen gegen die Hauptkriegsverbrecher fanden 1946-1949 zwölf Nachfolgeprozesse statt. Im Ärzte-Prozess von 1946-1947 klagte das amerikanische Militärgericht 23 Mediziner:innen, Verwaltungsangestellte und einen Juristen an u.a. wg. Verbechen gegen die Menschlichkeit an. Sieben von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Der bekannteste Kriegsverbrecher, Joseph Mengele, Lagerarzt in Auschwitz 1943-1945, wurde nie gefasst und starb 1979 bei einem Badeunfall in Brasilien. Jahrzehntelang kämpften Opfer von KZ-Menschenversuchen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs um Entschädigung und Anerkennung. Auch hier können koloniale Ungerechtigkeiten ausgemacht werden, denn die Nazis sahen in Osteuropa ihr koloniales Projekt (Zimmerer 2003). Nach dem Krieg wurden osteuropäischen Überlebenden lange Zeit von allen Leistungen ausgegrenzt. „Dies änderte sich erst durch die internationale Aufmerksamkeit für das Verfolgungsschicksal der Gruppe polnischer Frauen, die als Ravensbrueck Lapins bekannt wurden. Ihr Fall trug maßgeblich dazu bei, dass die radikale Ausgrenzung osteuropäischer NS-Verfolgter allmählich aufweichte“ (Baumann 2009).
Bild: Die von Dorothea Buck geschaffene Bronze-Statue „Mutter mit Kind“ (Hamburg).
Zum Weiterlesen:
*Stefanie Michaela Baumann 2009: Menschenversuche und Wiedergutmachung : Der lange Streit um Entschädigung und Anerkennung der Opfer nationalsozialistischer Humanexperimente. Berlin, Boston, Oldenbourg: De Gruyter.
*Jürgen Zimmerer, Holocaust und Kolonialismus. Beitrag zu einer Archäologie des genozidalen Gedankens, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 51/2003, S. 1098–1119, hier S. 1102. Seine Beiträge zur Kontinuitätsfrage erschienen noch einmal gesammelt als ders., Von Windhuk nach Auschwitz? Beiträge zum Verhältnis von Kolonialismus und Holocaust, Berlin 2011.
OK
Sie sind Mörder des Herrn, Totschläger der Propheten, haßerfüllte Rebellen gegen Gott; sie treten das Gesetz mit Füßen, leisten der Gnade Widerstand und verschmähen den Gauben ihrer Väter. Sie sind Statisten des Teufels, eine Rasse von Schlangen, Verräter, in ihrem Gehirn verdunkelt, verflucht, verabscheuungswürdig, Feinde von allem was schön ist.
Richtig!
Sie sind Mörder des Herrn, Totschläger der Propheten, haßerfüllte Rebellen gegen Gott; sie treten das Gesetz mit Füßen, leisten der Gnade Widerstand und verschmähen den Gauben ihrer Väter. Sie sind Statisten des Teufels, eine Rasse von Schlangen, Verräter, in ihrem Gehirn verdunkelt, verflucht, verabscheuungswürdig, Feinde von allem was schön ist.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Palästina: Gregor von Nyssa
Von Nyssa (um 335/340 – nach 394) kam im 4. Jahrhundert in Caesarea auf die Welt. Er wurde 372 zum Bischof von Nyssa geweiht und genoss in der orthodoxen Kirche das Ansehen eines Heiligen und Kirchenlehrers. Seine Gotteslehre erlangte vor allem durch die Zusammenführung des christlichen und des platonischen Denkens Bekanntheit. Sein Hauptwerk, das „Große katechetische Gebet“ stellt die christlichen Lehre als „wahre Lehre“ gegenüber Juden und „Heiden“ dar.
Quelle:
Gregor von Nyssa, Patrologie grecque de Migne, 46,685; zit. n. Leon Poliakov (1979): Geschichte des Antisemitismus, Bd. 1 Von der Antike bis zu den Kreuzzügen. Worms: Verlag Georg Heintz, S. 21.
Kontext:
Der Antijudaismus prägte die Haltung der Christen gegenüber den Juden von Anfang des Christentums auf allen Ebenen: von der Volksreligiosität bis zur Theologie. Legitimiert wurde er durch den Vorwurf des Christusmords, gelegentlich auch des „Gottesmords“ und durch die Behauptung, die Juden hätten, von Gott verflucht, die Zugehörigkeit zum Bund, die Auserwählung und die Qualität als Eigentumsvolk Gottes verloren; das Judentum sei in allen positiven Hinsichten von der christlichen Kirche beerbt worden.
Zum Weiterlesen:
OK
Wenn der Sozialkörper des Landes von einer Krankheit befallen ist, die ihm das Gedärm zerfrisst, bildet er Antikörper. (…) Je mehr die Regierung die Guerilla kontrolliert und vernichtet, desto mehr gehen die Aktivitäten der Antikörper zurück, wie es bereits geschieht. Es ist nur eine natürliche Reaktion auf einen kranken Körper.
Richtig!
Wenn der Sozialkörper des Landes von einer Krankheit befallen ist, die ihm das Gedärm zerfrisst, bildet er Antikörper. (…) Je mehr die Regierung die Guerilla kontrolliert und vernichtet, desto mehr gehen die Aktivitäten der Antikörper zurück, wie es bereits geschieht. Es ist nur eine natürliche Reaktion auf einen kranken Körper.
Jahr:
Autor*inneninfo:
César Augusto Guzzetti (1925-1988) war Außenminister der argentinischen Junta ab 1976. Er wurde im Mai 1977 von linken Gueriller@s angeschossen und musste sein Amt einem anderen überlassen.
Quelle:
Zitiert nach Nami Klein (2010): Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Frankfurt a. M.: Fischer, S. 162f.
Kontext:
Kranheitsmetaphern wurden und werden in der Politik oft benutzt, um komplizierte gesellschaftliche Vorgänge zuzuspitzen und drastische politische Maßnahmen zu rechtfertigen. Der Nazi-Arzt Fritz Klein sagte: „Der Jude ist ein entzündeter Blinddarm im Körper der Menschheit.“ Die Roten Khmer rechtfertigten Massenhinrichtungen in Kambodscha: „Was infiziert ist, muss herausgeschnitten werden“ (vgl. Klein 2010: 163). Susan Sontag (1981) schrieb, dass die Verwendung von Krankheitsmetaphern wie „Krebs“ strenge Maßnahmen rechtfertigt und „als solche schon implizit genozidal“ ist.
Zum Weiterlesen:
*Susan Sonntag (1981): Krankheit als Metapher. Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch.
OK
Im Nachbardorf haben sie zwanzig Frauen vom Mütterclub zu einer Lebensmittelspende eingeladen und ihnen dann gesagt, sie wollten sie impfen. In Wirklichkeit war das eine Narkose, und danach wurden sie sterilisiert.
Richtig!
Im Nachbardorf haben sie zwanzig Frauen vom Mütterclub zu einer Lebensmittelspende eingeladen und ihnen dann gesagt, sie wollten sie impfen. In Wirklichkeit war das eine Narkose, und danach wurden sie sterilisiert.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Anonyme Interviewpartnerin, Andenhochland von Peru, interviewt von Susanne Schultz.
Quelle:
Schultz, Susanne (2006): Hegemonie, Gouvernementalität, Biomacht. Reproduktive Risiken und die Transformation internationaler Bevölkerungspolitik. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 11.
Kontext:
Unter der Regierung Fujimori (1990-2000) wurden in Peru zwischen 1995-1998 insbesondere in armen Stadtteilen und unter der indigenen Bevölkerung etwa 300.000 Frauen und Männer sterilisiert. Während anfangs viele Frauen das Programm für eine freiwillige Sterilisation nutzten, wurde es nach und zur Zwangsmaßnahme. Es gibt vielfältige Formen, wie internationale Bevölkerungsprogramme versucht haben und versuchen, möglichst große demografische Effekte mit ihren Programmen zu erreichen, sprich möglichst viele Frauen zu sterilisieren oder zu (am besten langfristig wirksamen) Verhütungsmethoden zu bewegen, sei es durch „Anreize“, also Geschenke, sei es durch Quotenvorgaben im Gesundheitssystem, sei es wie in diesem Zitat dargestellt, auch durch direkten Zwang und Täuschung.
Zum Weiterlesen:
*Schultz, Susanne (2000): Leise Diplomatie. Die Politik feministischer Nicht-Regierungsorganisationen zur Sterilisationskampagne in Peru. In: Karin Gabbert et al. (Hrsg.): Lateinamerika-Jahrbuch 24. Geschlecht und Macht. Analysen und Berichte. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 55-65.
*The Quipu Project.
OK
Die stärkste Kolonisierungskraft hat die Konsumgesellschaft … Das ist die Kultur, die uns unterwirft, tyrannisiert, uns in unserer Zeitgestaltung beherrscht … Einige Jahrhunderte Kapitalismus haben uns Technologie, Individualismus und Fortschritt beschert, aber wir haben unseren geselligen, sozialen Zustand verloren. Wir befinden uns an einem Kreuzpfad. Der einzige Kampf, den wir anbieten können, ist kultureller Natur: mehr Betrachtung der Natur und weniger Zeitaufwand fürs Einkaufen!
Richtig!
Die stärkste Kolonisierungskraft hat die Konsumgesellschaft … Das ist die Kultur, die uns unterwirft, tyrannisiert, uns in unserer Zeitgestaltung beherrscht … Einige Jahrhunderte Kapitalismus haben uns Technologie, Individualismus und Fortschritt beschert, aber wir haben unseren geselligen, sozialen Zustand verloren. Wir befinden uns an einem Kreuzpfad. Der einzige Kampf, den wir anbieten können, ist kultureller Natur: mehr Betrachtung der Natur und weniger Zeitaufwand fürs Einkaufen!
Jahr:
Autor*inneninfo:
Pepe Mujica (1935-2025) war Mitglied der linken Tupamaro Guerilla und wurde während der Militärdiktatur in Uruguay gefoltert und 14 Jahre inhaftiert. Von 2010 bis 2015 war er Präsident Uruguays. Während seiner Amtszeit spendete er 90% seines Einkommens und galt als bescheidenster Präsident weltweit.
Quelle:
Das Zitat ist zusammengesetzt aus einem Interview auf Telesur von 2014 und einem Artikel von 2018. Die Übersetzung stammt von Füllgraf 2020.
Kontext:
Mujica kritisiert den sogenannten westlichen Lebensstil, der sich oft darin erschöpfe, wirtschaftlichen Erfolg und Konsumgüter als Lebensinhalt zu begreifen. Da unser Wirtschaftssystem auf Profitmaximierung beruht, muss das Bedürfnis nach Konsum in den Menschen unserer Gesellschaft geschaffen und gefördert werden, u.a. durch Werbung. Die Menschen streben dann nach der Befriedigung dieses Bedürfnisses, ohne dass eine Regierung oder sonst eine Autorität es ihnen vorschreiben muss. Die westliche kapitalistische Kultur beruht somit nicht nur auf demokratischen und freiheitlichen Werten, sondern auf einer individualistischen und profitorientierten Kultur, dem Diktat des Konsums, in dem Mujica eine Kolonisierung des Lebens an sich sieht. Adam Curtis (2002) drehte den Dokumentarfilm The Century of the Self, der sich mit den psychologischen Tricks von Werbung und politischer Bevölkerungskontrolle beschäftigt.
Zum Weiterlesen:
*Emir Kusturica (2018): El Pepe, una vida suprema. Trailer.
*Alvaro Brechner (2018): La noche de 12 años. Trailer.
*Adam Curtis (2002): The Century of the Self. BBC Documentary. Gesamter Film.
OK
Keine deutsche Handelsstadt, die nicht viele ehrenhafte, achtungswerthe jüdische Firmen zählte; aber unbestreitbar hat das Semitenthum an dem Lug und Trug, an der frechen Gier des Gründer-Unwesens einen großen Anteil, eine schwere Mitschuld an jenem schnöden Materialismus unserer Tage, der jede Arbeit nur noch als Geschäft betrachtet und die alte gemüthliche Arbeitsfreudigkeit unseres Volkes zu ersticken droht; in tausenden deutscher Dörfer sitzt der Jude, der seine Nachbarn wuchernd ausverkauft.
Richtig!
Keine deutsche Handelsstadt, die nicht viele ehrenhafte, achtungswerthe jüdische Firmen zählte; aber unbestreitbar hat das Semitenthum an dem Lug und Trug, an der frechen Gier des Gründer-Unwesens einen großen Anteil, eine schwere Mitschuld an jenem schnöden Materialismus unserer Tage, der jede Arbeit nur noch als Geschäft betrachtet und die alte gemüthliche Arbeitsfreudigkeit unseres Volkes zu ersticken droht; in tausenden deutscher Dörfer sitzt der Jude, der seine Nachbarn wuchernd ausverkauft.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Deutschland: Heinrich von Treitschke
Treitschke (1834-1896) erlangte als Historiker und Mitglied des Reichstages Bekanntheit. Er publizierte umfänglich über deutscher Geschichte und zu gesellschaftswissenschaftlichen Fragen.
Quelle:
Kontext:
Im November 1879 veröffentlichte der konservativ-preußische Historiker Heinrich von Treitschke (1834-1896) in den „Preußischen Jahrbüchern“ einen Aufsatz, der schließlich zu einer kontroversen Auseinandersetzung zwischen namhaften Professoren an der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität führte. Der Beitrag gipfelte in der später von den Nazis übernommenen Sentenz „Die Juden sind unser Unglück“. Die damals als „Treitschkestreit“ bezeichnete Debatte um die nationale Zuverlässigkeit sowie kulturelle Zugehörigkeit der Juden zur deutschen Nation erfasste nahezu alle gesellschaftlichen Milieus.
Vor dem Hintergrund des Berliner Kongresses 1878 (Neuordnung des Balkans) thematisierte Treitschke in den ersten beiden Dritteln seines Aufsatzes „Unsere Aussichten“ die außenpolitische Situation des deutschen Kaiserreichs. Der Historiker befürwortete die Politik des Reichskanzlers Otto von Bismarck. In ihr erblickte er neues nationales Selbstverständnis, das sich nicht zuletzt durch weltanschauliche und kulturelle Homogenität auszeichne. In diesem Zusammenhang problematisierte Treitschke im letzten Drittel des Aufsatzes die jüdische Bevölkerung als „nationale Sonderexistenz“, engegen der angeblichen Homogenität . Er sprach Juden den Willen zur gesellschaftlichen Integration ab und stigmatisierte sie als Gegner der nationalen Einigung Deutschlands. Mit diesem Aufsatz gelang es dem renommierten und weithin bekannten Historiker, als scheinbar neutraler und wissenschaftlicher Beobachter den in Deutschland grassierenden Antisemitismus in intellektuelle und akademische Führungsschichten hineinzutragen und salonfähig zu machen.
Zum Weiterlesen:
https://youtu.be/V33_Pi2_GxE
OK
„Dieser Handel kann nicht gut seyn, […] der die ersten natürlichen Rechte, Gleichheit und Unabhängigkeit, verletzt, und Einem Menschen eine Herrschaft über seine Brüder gibt, zu der ihn Gott nie bestimmen könnte.“
Richtig!
„Dieser Handel kann nicht gut seyn, […] der die ersten natürlichen Rechte, Gleichheit und Unabhängigkeit, verletzt, und Einem Menschen eine Herrschaft über seine Brüder gibt, zu der ihn Gott nie bestimmen könnte.“
Jahr:
Autor*inneninfo:

Olaudah Equiano (1745-1797) war ein in Nigeria geborener Autor der afrikanischen Diaspora, der als Kind versklavt wurde. Auf Grund seiner Bildung wurde ihm später erlaubt, Handel zu treiben. 1766 konnte er sich freikaufen und setzte sich ab 1777 in England für die Abschaffung der Versklavung ein.
Quelle:
Zitat: „Olaudah Equiano‘s oder Gustav Wasa‘s des Afrikaners merkwürdige Lebensgeschichte von ihm selbst geschrieben.“ Aus dem Englischen übersetzt. Göttingen bey Johann Christian Dieterich, 1792. Orig.: The interesting Narrative of the Life of Oulaudah. Equiano or Gustavus Vassa the Africa, written by himself (1789), S. 193.
Bild: Unknown author – Project Gutenberg eText 15399 – http://www.gutenberg.org/etext/15399Author: Uploader: User Tagishsimon on en.wikipedia; description page is (was) here* 01:52, 17 April 2005 [[:en:User:Tagishsimon|Tagishsimon]] 455×700 (50,997 bytes) ([[:en:Olaudah Equiano]] – [[:en:Project Gutenberg]] eText 15399.png From http://www.gutenberg.org/etext/15399 {{PD}}), Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1185039
Kontext:
Das Zitat stammt aus einer Erinnerung von Equiano an kriegerische Auseinandersetzungen, die in seiner Kindheit zwischen benachbarten Staaten stattfanden, um Beute und Gefangene zu machen und sie an europäische Versklavungshändler:innen zu verkaufen. Im beschriebenen Fall unterlagen die Angreifer:innen und wurden getötet bzw. versklavt – wobei er den Kontrast zur Unmenschlichkeit der europäischen Versklavung hervorhebt. Equiano richtet sich in seiner Autobiographie zunächst nicht gegen jede Form der Versklavung. Die Mittel, um sich freizukaufen, erlangte er, indem er am Menschenhandel teilnahm. Seine zunächst ambivalente Haltung gegenüber der Versklavung veränderte sich im Laufe seines Lebens und führte schließlich zu einem entschiedenen Eintreten gegen die sie.
Zum Weiterlesen:
*Olaudah Equiano (2024): Der interessante Lebensbericht von Olaudah Equiano oder Gustavus Vassa, dem Afrikaner, Berichtet von ihm selbst, hrsg. v. Hans-Joachim Hahn. Lausanne: Peter Lang Ltd. International Academic Publishers.
*https://www.equianosworld.org/
OK
Wer geschäfts- oder arbeitslos umherzieht, ohne sich darüber ausweisen zu können, daß er die Mittel zu seinem redlichen Unterhalt besitze oder doch eine Gelegenheit zu demselben aufsuche, hat als Landstreicher Gefängnis nicht unter sechs Wochen oder Strafarbeit bis zu sechs Monaten verwirkt. Nach ausgestandener Strafe ist der Ausländer aus dem Lande zu weisen, und der Inländer in eine Korrektionsanstalt zu bringen.
Richtig!
Wer geschäfts- oder arbeitslos umherzieht, ohne sich darüber ausweisen zu können, daß er die Mittel zu seinem redlichen Unterhalt besitze oder doch eine Gelegenheit zu demselben aufsuche, hat als Landstreicher Gefängnis nicht unter sechs Wochen oder Strafarbeit bis zu sechs Monaten verwirkt. Nach ausgestandener Strafe ist der Ausländer aus dem Lande zu weisen, und der Inländer in eine Korrektionsanstalt zu bringen.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Preussisches Gesetz über die Bestrafung der Landstreicher.
Quelle:
Zitat: Gesetz über die Bestrafung der Landstreicher, Bettler und Arbeitsscheuen. Vom 6. Januar 1843. In: Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten 1843. Berlin: Gesetzsammlungsamt, S. 19.
Bild: Wikimedia
Kontext:
Das preußische „Gesetz über die Bestrafung der Landstreicher, Bettler und Arbeitsscheuen“ von 1843 ermöglichte eine gegen Wohnungslose gerichtlich verhängte Arbeitshaushaft. Im Nationalsozialismus wurde der Höhepunkt der Diskriminierung von Menschen, die keiner anerkannten Arbeit nachgehen und wohnungslos waren, erreicht. Ab 1933 wurde mit der Verfolgung, Inhaftierung und Ermordung von sogenannten „Arbeitsscheuen“ und „Asozialen“ begonnen.
Zum Weiterlesen:
*Peter Linebaugh & Marcus Rediker (2008): Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks. Hamburg: Assoziation A, Kapitel 2.
OK
Das freie, in der Südsee zur Begründung von Kolonien noch offen stehende Gebiet ist (…) umfassend (…). Die Berechtigung Deutschlands beruht in den zahlreichen, über viele Inselgruppen verbreiteten deutschen Ansiedlungen und Handelsniederlassungen, in dem erheblichen Anteil seiner Handelsflagge in der Südsee, in dem hohen Ansehen, welches seine Seemacht im Stillen Ozean genießt, und in den Häfen, die sich die deutsche Seemacht gesichert hat.
Richtig!
Das freie, in der Südsee zur Begründung von Kolonien noch offen stehende Gebiet ist (…) umfassend (…). Die Berechtigung Deutschlands beruht in den zahlreichen, über viele Inselgruppen verbreiteten deutschen Ansiedlungen und Handelsniederlassungen, in dem erheblichen Anteil seiner Handelsflagge in der Südsee, in dem hohen Ansehen, welches seine Seemacht im Stillen Ozean genießt, und in den Häfen, die sich die deutsche Seemacht gesichert hat.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Adolph von Hansemann (1826-1903) war Kolonialhändler und Bankier. Er machte die Bank seines Vaters zur größten Privatbank des Deutschen Kaiserreiches.
Quelle:
Rheinisches JournalistInnenbüro & recherche international (2012: 156)
Kontext:
Reichskanzler Bismarck bat den Unternehmer Hansemann, Möglichkeiten zu entwerfen, wie die deutschen Kolonialziele im Pazifik durchgesetzt werden könnten. Die Vorschläge von Hansemann, welche Gebiete kolonisiert werden sollten, wurden 1884, 1845 und 1899 von der deutschen Kolonialpolitik fast genauso umgesetzt. In der Sprache Hansemanns werden nicht von weißen Menschen besetzte und nicht durch internationale Handelsstrukturen „erschlossene“ Gebiete als „frei“ bezeichnet. Die deutsche Berechtigung, dort Kolonien zu gründen, sieht Hansemann darin, dass deutsche Kaufleute sich sowieso schon dort verbreitet haben. Erfolgreicher kapitalistischer Handel berechtigt demnach zur Kolonisierung nicht-Weißer.
Zum Weiterlesen:
*Rheinisches JournalistInnenbüro & recherche international (2012): Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg. Unterrichtsmaterialien zu einem vergessenen Kapitel der Geschichte.
OK
Es scheint, dass die Deutschen uns Auschwitz nie verzeihen werden.
Richtig!
Es scheint, dass die Deutschen uns Auschwitz nie verzeihen werden.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Österreich-Ungarn: Zvi Rix.
Zvi Rix (1909-1981) wurde in Österreich-Ungarn geboren. Der jüdische Arzt arbeitete zunächst in Wien. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh er und widmete sich der Psychoanalyse mit Schwerpunkt auf generationale Traumaverarbeitung. Er wanderte nach Israel aus, wo er bis zu seinem Tod lebte.
Quelle:
Leo Katcher (1968): Post Mortem. The Jews in Germany now. New York: MW Books.
Kontext:
Der Satz nimmt Bezug auf den „Schuldabwehrantisemitismus“. Eine der prägenden, größeren Manifestationen dieses „Schuldabwehrantisemitismus“ in der Berliner Republik war die Walser-Rede in der Frankfurter Paulskirche 1998. Walser sprach in seiner Laudatio vom Holocaust als eine „Dauerrepräsentation unserer Schande“, von einer „Instrumentalisierung unserer Schande zu gegenwärtigen Zwecken“. Auschwitz sei ein „jederzeit einsetzbares Einschüchterungsmittel“ um „alle Deutschen“ zu verletzen. Die 1.200 Zuhörer – die Elite Deutschlands – stand auf und applaudierte „stürmisch“. Nur Friedrich Schorlemmer, Ignatz Bubis und seine Frau blieben sitzen. Walser hatte bis dahin als ein „Linker“, progressiver Intellektueller gegolten.
Alle Motive der Leugnung, der Relativierung sowie der „Schlussstrich“-Forderung spielen also im Komplex des sogenannten sekundären Antisemitismus eine Rolle. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich hierbei um eine Projektion, um das eigene Eingeständnis des im deutschen Namen verübten Verbrechens zu verhindern.
Zum Weiterlesen:
Max Czollek (2018): Desintegriert euch. München: Hanser Verlag.
Jüdische Allgemeine (Meron Mendel, 2020): Moralische Selbsterhöhung. Die Deutschen werden keine Gelegenheit verpassen, die Juden über Auschwitz zu belehren.
OK
England hat in Indien eine doppelte Mission zu erfüllen: eine zerstörende und eine erneuernde – die Zerstörung der alten asiatischen Gesellschaftsordnung und die Schaffung der materiellen Grundlagen einer westlichen Gesellschaftsordnung in Asien. Die Araber, Türken, Tataren, Moguln, die Indien nacheinander überrannten, wurden rasch hinduisiert (…). Die britischen Eroberer waren die ersten, die auf einer höheren Entwicklungsstufe standen und daher der Hindu-Zivilisation unzugänglich waren.
Richtig!
England hat in Indien eine doppelte Mission zu erfüllen: eine zerstörende und eine erneuernde – die Zerstörung der alten asiatischen Gesellschaftsordnung und die Schaffung der materiellen Grundlagen einer westlichen Gesellschaftsordnung in Asien. Die Araber, Türken, Tataren, Moguln, die Indien nacheinander überrannten, wurden rasch hinduisiert (…). Die britischen Eroberer waren die ersten, die auf einer höheren Entwicklungsstufe standen und daher der Hindu-Zivilisation unzugänglich waren.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Karl Marx (1818-1883) war deutscher Philosoph, Ökonom und Journalist und Mitbegründert der Ersten Internationale (Internationale Arbeiter-Assoziation). Sein Hauptwerk „Das Kapital“ ist eines der wichtigsten Bücher der internationalen Arbeiter:innenbewegung.
Quelle:
Karl Marx & Friedrich Engels (1960): Werke. Band 9. Berlin/DDR: Dietz, S. 221.
Kontext:
Auch Karl Marx, der für der Befreiung und Ermächtigung des europäischen Proletariats kämpfte, war der europäischen Überlegenheitsideologie erlegen. Nichtsdestotrotz inspirierten die Ideen und Theorien von Karl Marx Bewegungen in Asien, Afrika, Europa und Lateinamerika, koloniale Beherrschung oder Klassenherrschaft abzuwerfen. Noch während des Ersten Weltkriegs (angefangen mit der russischen Oktoberrevolution 1917) waren sie hier auch erfolgreich. Allerdings waren die neu erschaffenen Systeme keineswegs frei von Herrschaft. Auch in England, Spanien, Italien und Deutschland gab es kommunistische Massenbewegungen, in Bremen, Leipzig und München kurzzeitig auch Räterepubliken. In den Befreiungsbewegungen der Dritten Welt beriefen sich viele Theoretiker:innen und Aktivist:innen auf Marx, z.B. Walter Rodney aus Guayana oder die Politiker Fidel Castro in Kuba und Kwame Nkrumah in Ghana. Auch in Indien gab es eine starke marxistische Bewegung. Noch heute berufen sich Intellektuelle auf den Marxismus, z.B. der Historiker Vijay Prashad (Autor von The Darker Nations: A People’s History of the Third World (2007)). Auch die Literaturwissenschaftlerin Gayatri Chakravorty Spivak steht für eine Neuinterpretation von Marxismus.
Zum Weiterlesen:
*Vijay Prashad (2007): The Darker Nations. A People‘s History of the Third World. New York: The New Press.
*Bernd-Stefan Grewe & Thomas Lange (2015): Kolonialismus. Suttgart: Reclam.
OK
Wir Roma und Sinti sind die Blumen dieser Erde.
Man kann uns zertreten,
man kann uns aus der Erde reißen, man kann uns vergasen,
man kann uns verbrennen,
man kann uns erschlagen –
aber wie die Blumen kommen wir immer wieder (…).
Richtig!
Wir Roma und Sinti sind die Blumen dieser Erde.
Man kann uns zertreten,
man kann uns aus der Erde reißen, man kann uns vergasen,
man kann uns verbrennen,
man kann uns erschlagen –
aber wie die Blumen kommen wir immer wieder (…).
Jahr:
Autor*inneninfo:
Karl Stojka (1931 – 2003) war österreichischer Überlebender des Porajmos (Genozid an Romn:ja während des Nationalsozialismus). Nach seinem Überleben der Konzentrationslager wurde Karl Stojka Künstler und Autor.
Quelle:
Projekt Kulturelles Erbe. Tradition mit Zukunft (2007): Roma und Sinti. Vergangenheit und Gegenwart. HAK International Klagenfurt.
Kontext:
Trotz dieser langen Geschichte in Deutschland wurde immer wieder versucht Sint:ezza und Romn:ja über Jahrhunderte aus dem gesellschaftlichen Leben in Deutschland auszuschließen, zu unterdrücken und zu deportieren. Auch heute noch trifft das angesichts der Abschiebung von Sint:ezza und Romn:ja in sogenannte europäische sichere Herkunftsstaaten zu. Trotz der erlebten Diskriminierung und Verfolgung organisierten sich Sint:ezza und Romn:ja und übten Widerstand aus. In Deutschland gibt es zahlreiche von Sint:ezza und Romn:ja selbstorganisierte Vereine und Verbände, die zu Empowerment, Rassismussensibilisierung, Dokumentation und politischer Partizipation arbeiten. Stojkas Vorfahren lebten seit schätzungsweise 300 Jahren im heutigen Österreich, bevor viele seiner Familienangehörigen, darunter auch sein Vater und Bruder, in den Konzentrationslagern ermordet wurden. Stojka selbst überlebte Porajmos und begann später zu malen. In seinen Malereien drückte er die Verfolgung von Sint:ezza und Romn:ja aus.
Zum Weiterlesen:
*Gerald Grassl (Hrsg., 1992): Karl Stojka. Nach der Kindheit im KZ kamen die Bilder. Wien: VIDO.
OK
Die Kolonialgeschichte prägt immer noch Ressourcentransfers, neokoloniale Herrschaftsstrukturen, Gläubiger-Schuldner-Beziehungen, Arbeitsmigration sowie die ‚Wahl‘ von Kriegsschauplätzen, denn Kriege finden meist in ehemaligen Kolonien und nicht in Europa oder den USA statt. Migration ist ein Phänomen, das deutlich macht, dass die Distanz zwischen einstiger Kolonie und Kolonialmacht nicht besonders groß ist. Denn aufgrund des historisch-kolonialen Kontextes kommen die Menschen nach Europa. Es ist eine Geschichte der Macht: Europa hat zwar keine Kolonien mehr, aber es gibt eine neokoloniale Ordnung, die ein integraler Bestandteil des globalen neoliberalen Kapitalismus ist.
Richtig!
Die Kolonialgeschichte prägt immer noch Ressourcentransfers, neokoloniale Herrschaftsstrukturen, Gläubiger-Schuldner-Beziehungen, Arbeitsmigration sowie die ‚Wahl‘ von Kriegsschauplätzen, denn Kriege finden meist in ehemaligen Kolonien und nicht in Europa oder den USA statt. Migration ist ein Phänomen, das deutlich macht, dass die Distanz zwischen einstiger Kolonie und Kolonialmacht nicht besonders groß ist. Denn aufgrund des historisch-kolonialen Kontextes kommen die Menschen nach Europa. Es ist eine Geschichte der Macht: Europa hat zwar keine Kolonien mehr, aber es gibt eine neokoloniale Ordnung, die ein integraler Bestandteil des globalen neoliberalen Kapitalismus ist.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Prof. Ranabir Samaddar ist Direktor der Calcutta-Research-Group und forscht zu Migration und Flucht, zu Theorie und Praxis des Dialogs, Nationalismus und postkolonialer Staatlichkeit in Südasien sowie zu neuen Regimes von technologischer Umstrukturierung und Arbeitskontrolle.
Quelle:
Ranabir Samaddar (2017: 76).
Kontext:
Samaddar stellt sich hier eine in der aktuellen Debatte zentrale Frage: Wie kann man die historische und wie die globale Dimension von Migration erfassen? In welchem Zusammenhang steht die globale Aufteilung der Welt zu neokolonialen Abhängigkeitsverhältnissen? Bewegt sich Migration nur aus dem Globalen Süden in den Globalen Norden und drängt somit als Fluchtversuch vor den Effekten und Resultaten globaler Abhängigkeitsmuster die Realität der postkolonialen Ausbeutung und Unterdrückung vor das „weiße Auge“ Europas? Kriege finden meist im Globalen Süden statt. Armut, Hunger und Dürre sind hingegen nicht rein lokal-regional zu erklärende soziale Phänomen, sondern sie stehen im expliziten Verhältnis zu globalen kapitalistischen Zusammenhänge, deren Hegemonie nach wie vor vom Globalen Norden ausgeht. Die Kriege im Globalen Süden werden mit meist im Globalen Norden produzierten Waffen geführt. Die Schulden im Globalen Süden führen zu Profiten und ökonomischer Macht im Globalen Norden. Samaddars Position ist zentral in der Argumentation für eine globale Verantwortungsperspektive, die derzeit in den Migrationsdebatten wenig reflektiert wird.
Zum Weiterlesen:
*Ranabir Samaddar (2017): Die Krise des Kapitalismus bedeutet nicht das Ende des Kapitalismus. In: glokal e.V. (Hrsg.): Connecting the dots. Lernen aus Geschichte(n) von Unterdrückung und Widerstand, S. 72.
*Alberto Acosta (2017): Entwicklung ist eine Fata Morgana. Interview in der Zeitung Freitag.
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