
W.E.B. Du Bois (1868-1963) war ein US-amerikanischer Menschenrechtsaktivist und Bürgerrechtler sowie Philosoph, Soziologe und Historiker.
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OK
„Völker der Welt, wir amerikanischen N* appellieren an euch; unsere Behandlung in Amerika ist nicht nur eine interne Frage der Vereinigten Staaten. Es ist ein grundlegendes Problem der Menschlichkeit, der Demokratie, der Diskriminierung aufgrund von Rasse und Hautfarbe.”
Richtig!
„Völker der Welt, wir amerikanischen N* appellieren an euch; unsere Behandlung in Amerika ist nicht nur eine interne Frage der Vereinigten Staaten. Es ist ein grundlegendes Problem der Menschlichkeit, der Demokratie, der Diskriminierung aufgrund von Rasse und Hautfarbe.”
Jahr:
Autor*inneninfo:
Quelle:
Zitat: Brief an die neu gegründeten United Nations: „An Appeal to the World: A Statement of Denial of Human Rights to Minorities in the Case of Citizens of Negro Descent in the United States of America and an Appeal to the United Nations for Redress.“
Bild: By Unknown author – http://www.library.umass.edu/spcoll/collections/galleries/dubois/MS0312-0390.jpg, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17497925
Kontext:
In dem Brief an die neu gegründeten Vereinten Nationen und die angesichts des Nationalsozialismus implementierte Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verknüpft Du Bois die Situation der Schwarzen in den USA mit allgemeinen Fragen der Menschenrechte. Während die USA in Europa als Alliierte die Befreiung vom Faschismus und dem Unrecht maßgeblich vorangebracht haben, werden Schwarzen weiterhin grundlegende Rechte in den USA verwehrt. Du Bois appelliert an die Weltgemeinschaft, die ungerechte und unrechte Behandlung von Schwarzen nicht als innenpolitisches Problem den USA zu überlassen, sondern auch an die USA den Maßstab allgemeiner Menschlichkeit und Demokratie anzulegen.
Zum Weiterlesen:
*Birgit Morgenrath (23.02.2018): Vor 150 Jahren – Bürgerrechtler W. E. B. Du Bois, https://www.deutschlandfunk.de/vor-150-jahren-buergerrechtler-w-e-b-du-bois-geboren-100.html
*Diane Izabiliza (26.03.2015): W.E.B. Du Bois. Ein afroamerikanischer Intellektueller und Aktivist in seiner Zeit, https://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/12341
OK
Ich habe ihm gesagt, dass es nicht ehrenhaft sei für eine Frau, außer ihrem Ehemann noch jemand zu lieben. (…) Er selbst war nicht sicher, ob sein Sohn, der anwesend war, wirklich sein Sohn sei. Er antwortete: „Das was du sagst, macht keinen Sinn. Ihr Franzosen liebt nur eure Kinder, aber wir lieben alle Kinder unseres Stammes, unserer Gruppe“. Ich lachte, weil ich sah, dass er begann, Küchenphilosophie zu betreiben.
Richtig!
Ich habe ihm gesagt, dass es nicht ehrenhaft sei für eine Frau, außer ihrem Ehemann noch jemand zu lieben. (…) Er selbst war nicht sicher, ob sein Sohn, der anwesend war, wirklich sein Sohn sei. Er antwortete: „Das was du sagst, macht keinen Sinn. Ihr Franzosen liebt nur eure Kinder, aber wir lieben alle Kinder unseres Stammes, unserer Gruppe“. Ich lachte, weil ich sah, dass er begann, Küchenphilosophie zu betreiben.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Paul Le Jeune war ein französischer Jesuit, der Mitte des 17. Jahrhunders in Kanada lebte. Die Jesuiten wollten die Montagnais-Naskapi missionieren und disziplinieren. Die Montagnais-Naskapi lebten auf der östlichen Labrador Halbinsel.
Quelle:
Eleanor Burke Leacock (1981): Myths of Male Dominance: Collected Articles on Women Cross-Culturally. New York: Monthly Review Press, S. 50. Die Jahreszahl (1750) ist eine ungefähre Angabe.
Kontext:
Der Missionar war überrascht von der Großzügigkeit, dem Gemeinschaftssinn und der Status-Indifferenz der Montagnais-Naskapi, gleichzeitig aber schockiert über deren Verachtung von Konzepten wie Besitzdenken, Autorität (Leacock 1981: 49), männlicher Überlegenheit (Leacock 1981: 52) und dass sie ihre Kinder nicht bestrafen. Auch der Kolonisator Hernández de Córdoba war überrascht, als er 1517 auf der mexikanischen Halbinselinsel Yucatán landet: In den Tempeln gab es so viele weibliche Gottheiten (Federici 2014: S. 277), dass er sie als „Isla de la Mujeres“ (Fraueninsel) bezeichnete. Die fehlende männliche Autorität wurde von europäischer Seite oft als ein Fehlen von Zivilisation gesehen.
Zum Weiterlesen:
*Silvia Federici (2014): Caliban und die Hexe. Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: Mandelbaum.
*Howard Zinn (2007): Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Berlin: Schwarzerfreitag Verlag.
OK
Die Bauernknechte sind zu reich … sie kennen keinen Gehorsam, sie beachten keine Gesetze, sie möchten keine Herren haben. … Sie werden uns vorschreiben wollen, welche Pacht wir für unser Grundstück nehmen sollen!
Richtig!
Die Bauernknechte sind zu reich … sie kennen keinen Gehorsam, sie beachten keine Gesetze, sie möchten keine Herren haben. … Sie werden uns vorschreiben wollen, welche Pacht wir für unser Grundstück nehmen sollen!
Jahr:
Autor*inneninfo:
Englische Chronik aus dem 16. Jahrhundert. 1550 ist eine ungefähre Jahreszahl.
Quelle:
Zitat: R. H. Tawney and Eileen Power (1924): Tudor Economic Documents, London, vol. iii, S. 58 (Rechtschreibung modernisiert) zitiert nach Christopfer Dyer (1968): A Redistribution of Incomes in Fifteenth-Century England? In: Past & Present, No. 39, Oxford University Press, S. 33
Bild: Spartakus Educational
Kontext:
Besonders im 14. Jahrhundert gab in ganz Europa Aufstände gegen Kirche und Adel, die Bäuer*innen als Leibeigene arbeiten ließen. Dieser Widerstand wurde von den großen Pestseuchen geschwächt (Federici 2014: 55ff.). Arme Menschen, deren Gesundheit schon vorher angegriffen war, waren besonders anfällig. Die Pest führte allerdings auch dazu, dass viele Leibeigene aufgrund des drohenden Todes keinen Sinn mehr darin sahen, so hart zu arbeiten. Auch führten die großen Pestepidemie von 1346 bis 1353 (durch die ein Drittel von Europas Bevölkerung starb) zu einem Mangel an Arbeitskräften. Dadurch konnten die überlebenden Bäuer:innen in einigen Regionen bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von ihren Herren fordern (ebd.), die sich – wie im Zitat – über das neue Selbstbewusstsein beschwerten.
Zum Weiterlesen:
*Silvia Federici (2014): Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: Mandelbaum, S. 55ff.
*Juliet B. Schor (1991): The Overworked American: The Unexpected Decline of Leisure. New York: Basic Books.
OK
Wir dürfen in der Kolonialpolitik nicht einen rein negativen Standpunkt einnehmen, sondern wir müssen eine positive sozialistische Kolonialpolitik treiben. (Publikum: Bravo!) Wir müssen von der utopischen Idee abkommen, die dahin geht, die Kolonien zu verkaufen. Die letzte Konsequenz dieser Anschauung wäre, dass man die Vereinigten Staaten den Indianern zurückgäbe. (Publikum: Unruhe.) Die Kolonien sind da, damit muss man sich abfinden.
Richtig!
Wir dürfen in der Kolonialpolitik nicht einen rein negativen Standpunkt einnehmen, sondern wir müssen eine positive sozialistische Kolonialpolitik treiben. (Publikum: Bravo!) Wir müssen von der utopischen Idee abkommen, die dahin geht, die Kolonien zu verkaufen. Die letzte Konsequenz dieser Anschauung wäre, dass man die Vereinigten Staaten den Indianern zurückgäbe. (Publikum: Unruhe.) Die Kolonien sind da, damit muss man sich abfinden.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Eduard Bernstein (1850-1932) war deutscher Sozialdemokrat und Mitglied der SPD. Das Zitat stammt aus einer Rede auf dem Internationalen Sozialisten-Kongress zu Stuttgart, der vom 18. bis zum 24. August 1907 stattfand.
Quelle:
Zitiert nach Karl Kautsky (1907): Sozialismus und Kolonialpolitik. Berlin: Buchhandlung Vorwärts, S. 6.
Kontext:
Während die katholische Zentrumspartei die Kolonialpolitik geschlossen unterstützte, gab es bei den Sozialist:innen Auseinandersetzungen. Im Gegensatz zu Bernstein vertrat Karl Kautsky die Ansicht, dass Sozialismus und Kolonialpolitik ein Widerspruch in sich seien. Kautsky kritisiert, dass Bernstein ausdrücklich ein Herrschaftsverhältnis rechtfertige (Kautsky 1907: 17): das Recht von Völkern „höherer“ Kultur, Völker „minderer“ Kultur zu bevormunden. Am Ende des Kongresses wurde nur „kapitalistische Kolonialpolitik“ verdammt, da diese unvermeidlich zu „Zwangsarbeit und der Vernichtung der indigenen Völker“ führe, während nur Sozialismus eine „friedliche kulturelle Entwicklung“ ermöglichen könne. Kautsky widerspricht in seiner Publikation der Zivilisierungsmission der Europäer:innen: „Was braucht man an solchen Leuten viel zu erziehen und zu bevormunden?“ (ebd. S. 46).
Zum Weiterlesen:
*Karl Kautsky (1907): Sozialismus und Kolonialpolitik. Berlin: Buchhandlung Vorwärts, S. 6.
OK
Wir haben es jetzt mit einem anderen Volk zu tun, klein und schwach, als unsere Vorfahren zum ersten Mal mit ihnen zusammentrafen, aber jetzt groß und anmaßend. Seltsamerweise haben sie die Absicht, den Boden zu bestellen, und die Liebe zum Besitz ist eine Krankheit in ihnen. Sie haben viele Gesetze gemacht, die die Reichen brechen dürfen, die Armen aber nicht. Sie haben eine Religion, in der die Armen beten und die Reichen nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Regierenden damit zu unterstützen. Sie beanspruchen unsere Mutter, die Erde, für ihren eigenen Gebrauch und grenzen sich von ihren Nachbarn ab. Wenn Amerika doppelt so groß wäre, wie es ist, es wäre immer noch nicht genug für sie.
Richtig!
Wir haben es jetzt mit einem anderen Volk zu tun, klein und schwach, als unsere Vorfahren zum ersten Mal mit ihnen zusammentrafen, aber jetzt groß und anmaßend. Seltsamerweise haben sie die Absicht, den Boden zu bestellen, und die Liebe zum Besitz ist eine Krankheit in ihnen. Sie haben viele Gesetze gemacht, die die Reichen brechen dürfen, die Armen aber nicht. Sie haben eine Religion, in der die Armen beten und die Reichen nicht. Sie nehmen das Geld der Armen und Schwachen, um die Reichen und Regierenden damit zu unterstützen. Sie beanspruchen unsere Mutter, die Erde, für ihren eigenen Gebrauch und grenzen sich von ihren Nachbarn ab. Wenn Amerika doppelt so groß wäre, wie es ist, es wäre immer noch nicht genug für sie.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Sitting Bull (ca. 1831-1890) hieß eigentlich Tȟatȟáŋka Íyotake. Er war ein Anführer und Heiler der Hunkpapa-Lakota-Sioux.
Quelle:
Bob Blaisdell (2014): The Dover Anthology of American Literature. From 1865 to 1922. S. 77.
Kontext:
Die heutigen USA wurden als sogenannte Siedlungskolonie mit europäischen Migrant:innen bevölkert. In dem Zitat spricht Sitting Bull als Native American über die Genoziderfahrung während dieser Kolonisation. Der bis heute populäre Anführer der Sioux trauert um die Enteignung der Native Americans. Gleichzeitig werden in dem Zitat auch analytische Aspekte deutlich, die Aufschluss darüber geben, wie Sitting Bull die Siedlungspolitik, die Massenermordung und die Kriege, aber auch die neue gesamte Kultur, die mit dem ‚weißen Mann‘ in ihr Land kam, beobachtete, analysierte und interpretierte.
Zum Weiterlesen:
*Dee Brown (1970): Bury My Heart at Wounded Knee. An Indian History of the American West. New York: Holt, Rinehart & Winston.
OK
Die Verfassung, nach der wir leben, vergleicht sich mit keiner der fremden; viel eher sind wir (…) ein Vorbild (…). Mit Namen heißt sie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf eine größere Zahl gestellt ist, Volksherrschaft. Nach dem Gesetz haben in den Streitigkeiten der Bürger alle ihr gleiches Teil, der Geltung nach aber hat im öffentlichen Wesen den Vorzug, wer sich irgendwie Ansehen erworben hat, nicht nach irgendeiner Zugehörigkeit, sondern nach seinem Verdienst.
Richtig!
Die Verfassung, nach der wir leben, vergleicht sich mit keiner der fremden; viel eher sind wir (…) ein Vorbild (…). Mit Namen heißt sie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf eine größere Zahl gestellt ist, Volksherrschaft. Nach dem Gesetz haben in den Streitigkeiten der Bürger alle ihr gleiches Teil, der Geltung nach aber hat im öffentlichen Wesen den Vorzug, wer sich irgendwie Ansehen erworben hat, nicht nach irgendeiner Zugehörigkeit, sondern nach seinem Verdienst.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Perikles (ca. 495 – 429 v.u.Z.) war Athener Feldherr und Politiker.
Quelle:
Thukydides (2002): Geschichte des Peloponnesischen Krieges. Hrsg. und übers. von Georg Peter Landmann. Düsseldorf/Zürich: Artemis und Winkler Verlag, (Buch II 37 und 40) Seite 111 ff. Die Jahreszahl (429 v.u.Z.) ist eine ungefähre Angabe.
Kontext:
Die Athener Demokratie wird oft als Grundlage für die heutige westliche Demokratie gesehen. An einigen Abstimmungsprozessen nahmen ein erheblicher Teil der Bevölkerung teil. Allerdings waren Frauen und versklavte Menschen vom Stimmrecht ausgeschlossen. Perikles wird ebenfalls dieser Satz zugeschrieben: „Die beste Frau ist die, die am wenigsten spricht.“ Der Stadtstaat Athen hatte außerdem zahlreiche Kolonien im Mittelmeerraum und an der Küste des Schwarzen Meeres. Die sogenannte Große Kolonisation fand vor allem von der Mitte des 8. bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v.u.Z. statt. Erst wurden griechische Händler:innen sesshaft, dann auch Siedler:innen. Die vorher dort lebende Bevölkerung wurde vertrieben.
Während der Schuldenkrise von 2009 wurde die Situation in Griechenland als postkolonial beschrieben, da die griechische Innenpolitik von außen vorgegeben wurde (Troika aus IWF, EU-Kommission und EU-Zentralbank, Samaddar 2015).
Zum Weiterlesen:
*Elke Stein-Hölkeskamp (2015): Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer. München: C.H. Beck, S. 96–121.
*Harry D. Schurdel (2015): Neue Siedlungsplätze gesucht. Athens Kolonien.
*Bundeszentrale für politische Bildung (2014): Grundzüge der athenischen Demokratie.
OK
(…) die Flüchtlinge müssen hinausgeworfen werden, und die Bauern müssen dabei tatkräftig mithelfen.
Richtig!
(…) die Flüchtlinge müssen hinausgeworfen werden, und die Bauern müssen dabei tatkräftig mithelfen.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Jakob Fischbacher (1886-1972) gründete 1946 die Bayernpartei, die sich als Sammelbecken von Konservativen und Separatisten für ein unabhängiges Bayern verstand und in deren Zentrum die Abwehr von Ost-Flüchtlingen stand.
Quelle:
Der Spiegel 16/1947: Preußen-Attacke.
Kontext:
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es nicht nur transnationale Migrationsbewegungen, sondern ein viele Menschen migrierten auch innerhalb der neu entstandenen Staaten. In Deutschland migrierten 14 Millionen vertriebene Deutsche aus den während des Faschismus besetzen Ostgebieten und den ehemaligen Teilen Deutschlands gen Westen. In Bayern gab es bis 1950 einen Bevölkerungszuwachs von fast 30%. Die Ost-Flüchtlinge waren zwar Teil des völkischem Konstruktes der deutschen Identität, aber aus Gründen der radikalen Umverteilung wurden sie vehement abgewehrt. Andreas Schachner von der Bayernpartei sagte, dass sich so viele Fremde an den „bayerischen Futterkrippen“ bedienten, „dass Pogrome nötig wären, um die Gerechtigkeit wiederherzustellen“ (Hoefer 2015). Die Parolen erinnern an aktuelle Diskussionen, die Flucht und Migrationsbewegungen seit Anfang der 2010er Jahre nach Europa begleiten.
Zum Weiterlesen:
*Carsten Hoefer (2015): „Die Flüchtlinge müssen hinausgeworfen werden.“
*Spiegel (1947): Preußen-Attacke.
OK
Sie lehren ihren eigenen Leuten, ihren Herren nicht zu gehorchen, sie hassen den König, verspotten die Ältesten, verurteilen die Bojaren (Fürsten), betrachten die dem König ergebenen als niederträchtig und verbieten den Leibeigenen für ihre Herren zu arbeiten.
Richtig!
Sie lehren ihren eigenen Leuten, ihren Herren nicht zu gehorchen, sie hassen den König, verspotten die Ältesten, verurteilen die Bojaren (Fürsten), betrachten die dem König ergebenen als niederträchtig und verbieten den Leibeigenen für ihre Herren zu arbeiten.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Presbyter Kosma war ein bulgarischer Schriftsteller im späten 10. Jahrhundert. Sein bekanntestes Werk, aus dem das Zitat stammt, richtet sich gegen die Bogomilien, eine asketisch lebende Glaubensgemeinschaft, die im heutigen Bulgarien verbreitet war.
Quelle:
Silvia Federici (2014: 56)
Kontext:
In den radikalen religiösen Häretiker:innenbewegungen hatten Frauen eine zentrale Rolle (Federici 2014: 38). Sie wurden ab dem 11. Jahrhundert in Frankreich und Italien, aber auch in anderen Regionen meist von Frauen gegründet (ebd.: 39). Von der Kirche wurden sie vehement bekämpft, wie aus dem Zitat deutlich wird. In den Inquisitionen im Mittelalter und danach wurden Menschen, hauptsächlich Frauen, als Hexen bezeichnet, um so Gemeinschaften und widerständige Individuen zu brechen. Es wird geschätzt, dass während der drei Jahrhunderte, in denen die Hexenverfolgung am stärksten war, 200.000 Frauen angeklagt, verurteilt und/oder ermordet wurden (ebd.: 208). Allein in Südwestdeutschland wurden von 1560 bis 1670 3200 Frauen als Hexen verbrannt (ebd.: 208).
Zum Weiterlesen:
*Silvia Federici (2014): Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation. Wien: mandelbaum kritik & utopie.
OK
Der internationale jüdische Bankier, der kein Vaterland hat, sondern alle Länder gegeneinander ausspielt, und das internationale jüdische Proletariat, das von Land zu Land streicht, um die ihm genehmen wirtschaftlichen Bedingungen zu suchen, sind hinter allen Problemen zu finden, die heutzutage die Welt beunruhigen. Die Einwanderungsfrage ist jüdisch. Ebenso die Geldfrage. Die Wirrnisse der Weltpolitik desgleichen. Die Bedingungen des Friedensvertrages sind jüdisch. Die Sittlichkeitsfrage in Kinos und auf der Bühne ist es.
Richtig!
Der internationale jüdische Bankier, der kein Vaterland hat, sondern alle Länder gegeneinander ausspielt, und das internationale jüdische Proletariat, das von Land zu Land streicht, um die ihm genehmen wirtschaftlichen Bedingungen zu suchen, sind hinter allen Problemen zu finden, die heutzutage die Welt beunruhigen. Die Einwanderungsfrage ist jüdisch. Ebenso die Geldfrage. Die Wirrnisse der Weltpolitik desgleichen. Die Bedingungen des Friedensvertrages sind jüdisch. Die Sittlichkeitsfrage in Kinos und auf der Bühne ist es.
Jahr:
Autor*inneninfo:
USA: Henry Ford.
Henry Ford (1863-1947) war ein amerikanischer Industrieller und Automobilfabrikant, vornehmlich bekannt für die Gründung der Ford Motor Company.
Quelle:
Henry Ford (1922): Der internationale Jude. Leipzig: Hammer Verlag.
Kontext:
Fords technologische, sozialpolitische und wirtschaftliche Ansätze, in denen insbesondere die Ausweitung der Produktion durch Arbeitsteilung und Rationalisierung erdacht wurden, definierten in großem Umfang unter dem Begriff „Fordismus“ die Warenproduktion nach dem Ersten Weltkrieg. Ford gab eine Vielzahl antisemitischer Schriften heraus, darunter die schon damals als Fälschung bekannten „Protokolle der Weisen von Zion“. Zudem nutzte er, wie in dem genannten Zitat deutlich wird, das Narrativ des „internationalen Judentums“, welches auch heute noch in Deutschland Verbreitung findet.
Zum Weiterlesen:
OK
„Die ganze Menschheit weiß und gibt zu, dass zwei Völker, zwei Rassen unter allen anderen einzigartig sind: die Griechen und die Juden. Sie (die Juden) zeichnen sich durch ihre Religiosität und ihre Mentalität aus. Deshalb kämpfen diese gegen uns, sie verabscheuen uns. Ein Atheist verschmäht alle Religionen. Die Juden verschmähen den Hellenismus, sowie das Orthodoxe Christentum. Da die beiden [Hellenismus und Orthodoxes Christentum], wenn sie Hand in Hand gehen, eine außergewöhnliche Kraft haben“.
Richtig!
„Die ganze Menschheit weiß und gibt zu, dass zwei Völker, zwei Rassen unter allen anderen einzigartig sind: die Griechen und die Juden. Sie (die Juden) zeichnen sich durch ihre Religiosität und ihre Mentalität aus. Deshalb kämpfen diese gegen uns, sie verabscheuen uns. Ein Atheist verschmäht alle Religionen. Die Juden verschmähen den Hellenismus, sowie das Orthodoxe Christentum. Da die beiden [Hellenismus und Orthodoxes Christentum], wenn sie Hand in Hand gehen, eine außergewöhnliche Kraft haben“.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Theophilos, Bezirksregierender von Gortyna und Megalopolis (1970-2006), geboren als Athanasios Kanavos (1921-2006).
Quelle:
Μητροπολίτου Γόρτυνος και Μεγαλοπόλεως Θεοφίλου, «Η ουσία της γιορτής της Χριστιανοσύνης», Τύπος της Κυριακής, 22/4/2001 [Theophilos, metropolitan of Gortyna and Megalopolis, “The essence of the Christiandom’s feast”, newspaper “Typos tis Kyriakis”, 22/4/2001]
Kontext:
Dieses Zitat spiegelt sehr gut das wider, was man als „Antisemitismus der Mitte“ bezeichnen kann (nach dem Paradigma von Michel Billigs „banalem Nationalismus“): eine Denkweise, die von einer großen Anzahl gewöhnlicher Menschen geteilt wird und nicht nur ausschließlich von den Antisemiten der extremen Rechten. Bezirksregierender Theophilos zum Beispiel war ein konservativer Mainstream-Politiker; „Typos tis Kyriakis“, die Zeitung, die seinen Artikel veröffentlichte, ist kein faschistisches Medium, sondern die Sonntagsausgabe der konservativen Mainstream-Zeitung „Eleftheros Typos“, einer Zeitung, die seit 1984 mit der Partei Nea Dimokratia identifiziert wird. Theophilos‘ Artikel wurde anlässlich von Ostern veröffentlicht und befasste sich hauptsächlich mit der angeblich „antireligiösen“ Politik der damals an der Macht befindlichen PASOK-Regierung. Im Jahr zuvor hatte die griechisch-orthodoxe Kirche ihre Anhänger gegen die Streichung der Religionszugehörigkeit aus den neuen Personalausweisen der Bürger mobilisiert. Diese Maßnahme wurde von der rechten Fraktion der Nea Dimokratia, und der Partei LAOS (Popular Orthodox Rally) unterstützt, unter dem Deckmantel eines vermeintlichen „internationalen jüdischen Drucks auf Griechenland“ sowie einer imaginären „jüdischen Abstammung“ des damaligen griechischen Ministerpräsidenten Kostas Simitis.
Zum Weiterlesen:
Δημήτρης Ψαρράς, Το κρυφό χέρι του Καρατζαφέρη. Η τηλεοπτική αναγέννηση στης ελληνικής Ακροδεξιάς, Athens: Alexandreia, 2010, pp.104-108.
OK
Die Verletzung der Menschenrechte, das System institutionalisierter Brutalität, die drastische Kontrolle und Unterdrückung jeglicher Form von Opposition werden als ein Phänomen diskutiert (und oft verdammt), das rein gar nichts oder höchstens indirekt mit der klassischen ungezügelten ‚freien Marktwirtschaft‘ zu tun hat (…). Diese besonders bequeme Konsequenz eines sozialen Systems, in dem ‚wirtschaftliche Freiheit‘ und politischer Terror ohne Berührungspunkte nebeneinander existieren, erlaubt es den Finanzexperten, für ihren Begriff von ‚Freiheit‘ zu werben.
Richtig!
Die Verletzung der Menschenrechte, das System institutionalisierter Brutalität, die drastische Kontrolle und Unterdrückung jeglicher Form von Opposition werden als ein Phänomen diskutiert (und oft verdammt), das rein gar nichts oder höchstens indirekt mit der klassischen ungezügelten ‚freien Marktwirtschaft‘ zu tun hat (…). Diese besonders bequeme Konsequenz eines sozialen Systems, in dem ‚wirtschaftliche Freiheit‘ und politischer Terror ohne Berührungspunkte nebeneinander existieren, erlaubt es den Finanzexperten, für ihren Begriff von ‚Freiheit‘ zu werben.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Orlando Letelier (1932-1976) war Botschafter Chiles unter Präsident Salvador Allende. Er wurde 1976 bei einem Autobombenanschlag unter General Pinochet ermordet.
Quelle:
Naomi Klein (2010: 137)
Kontext:
In den 1970er Jahren wurden in Lateinamerika (z.B. Chile), Asien (z.B. Indonesien) und Afrika (z.B. Kongo) viele sozialistische Regierungen mit Unterstützung westlicher Geheimdienste gestürzt und durch Diktaturen ersetzt. Den Ländern wurde so klargemacht, dass wenn sie wagten, einen alternativen ‚dritten‘ Weg zu gehen, sie dafür mit staatlichem Terror zu bezahlen hätten (vgl. Klein 2010: 159). Die Diktatur in Chile war für viele ein Versuchslabor des Neoliberalismus. Für Letelier war der neoliberale Ökonom Milton Friedman für Diktator Pinochets Verbrechen mitverantwortlich. Westliche Firmen profitierten direkt von dem Militärregime Pinochets. Ford hatte auf dem Fabrikgelände Internierungslager für aufsässige Arbeiter:innen (vgl. Klein 2010: 155). Claudia Acuña, eine Journalistin, die die Diktatur im Nachbarland Argentinien erlebte, betont, wie schwierig es war, zu erkennen, das Gewalt nur ein Mittel und nicht das Ziel war: Ziel war, eine neue Wirtschaftsordnung durchzusetzen. Dies gelang: „Wir konnten die geheimen Folterzentren zerstören, aber nicht das Wirtschaftssystem, das das Militär begonnen hatte“ (zitiert nach Klein 2010: 178).
Zum Weiterlesen:
*Orlando Letelier (1976): The Chicago Boys in Chile: Economic Freedom’s Awful Toll. In: The Nation 223, Nr. 28, S. 137-142.
*Naomi Klein (2010): Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Frankfurt a.M.: Fischer.
OK
Witbooi an Leutwein: (…) Daß ich dem deutschen Kaiser nicht unterstellt sein will, das ist doch keine Sünde, Schuld oder Ehrlosigkeit, die Sie berechtigte, die Todesstrafe gegen mich auszusprechen. Ich bitte Sie nochmals, lieber Freund, (…) greifen Sie mich nicht an und lassen Sie mich in Frieden. Leutwein an Witbooi: Daß Du Dich dem Deutschen Reich nicht unterwerfen willst, ist keine Sünde und keine Schuld, aber es ist gefährlich für den Bestand des deutschen Schutzgebietes. Also (…) sind alle weiteren Briefe, in denen Du mir Deine Unterwerfung nicht anbietest, nutzlos.
Richtig!
Witbooi an Leutwein: (…) Daß ich dem deutschen Kaiser nicht unterstellt sein will, das ist doch keine Sünde, Schuld oder Ehrlosigkeit, die Sie berechtigte, die Todesstrafe gegen mich auszusprechen. Ich bitte Sie nochmals, lieber Freund, (…) greifen Sie mich nicht an und lassen Sie mich in Frieden. Leutwein an Witbooi: Daß Du Dich dem Deutschen Reich nicht unterwerfen willst, ist keine Sünde und keine Schuld, aber es ist gefährlich für den Bestand des deutschen Schutzgebietes. Also (…) sind alle weiteren Briefe, in denen Du mir Deine Unterwerfung nicht anbietest, nutzlos.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Hendrik Witbooi, eigentlich ǃNanseb ǀGabemab (ca. 1830-1905) war seit Ende des Jahres 1888 Kaptein des mit den Nama verwandten Volks der Orlam, der Witbooi.
Quelle:
Der Spiegel 13/1985.
Kontext:
Theodor Gotthilf Leutwein war Kommandeur der Kaiserlichen Schutztruppe und Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika. Hornkranz (im heutigen Namibia) war kolonial-historisch bekannt für ein Massaker, bei dem 1893 unter Leutweins Kommando 80 Witbooi-Kämpfer getötet sowie 40 Frauen und Kinder verschleppt wurden. Kaptein Hendrik Witbooi wird als afrikanischer Führer gesehen und gefeiert, der als Erster bewaffneten Widerstand gegen die deutschen Kolonialist*innen geleistet hat. Interessant ist in dem Briefwechsel, dass in Leutweins Erwiderungen die Betroffenen der Kolonialisierung mitverantwortlich gemacht werden für die Brutalität, mit der die koloniale Eroberung einherging. Witboois “Hartnäckigkeit” wird von Leutwein als irrationales Verhalten beschrieben, das den Frieden für die deutschen Schutzgebiete gefährde. In diesem Sinn wird Witbooi auch verantwortlich dafür gemacht, dass es zum Krieg und Mord gegen die Witboois kommt. Damals wie auch heute wurde eine Strategie verfolgt, die in Deutschland Wohlstand und Frieden auf Kosten des Globalen Südens wahren will. Auch heute noch wird in den hiesigen Geschichtsbüchern Widerstand gegen Kolonialherrschaft kaum thematisiert und damit nicht wertgeschätzt. Stattdessen wird immer noch das Märchen von gleichberechtigten Handelsbeziehungen und Entdeckungsreisen erzählt. Witbooi starb 1904 im Gefecht gegen die deutsche Kolonialmacht.
Zum Weiterlesen:
*Der Spiegel (1985): „Aufräumen, aufhängen, niederknallen …“. Die Deutschen in ihrer Kolonie Südwestafrika: Rassenhochmut und Völkermord.
*Reinhard Koesseler (2007): Genocide, Apology and Reparation – the linkage between images of the past in Namibia and Germany.
*Horst Gründer (Hrsg., 2006): ‚…da und dort ein junges Deutschland gründen. Rassismus, Kolonien und kolonialer Gedanke vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. München: Deutscher Taschenbuch Verlag.
*Sebastian Conrad (2008): Deutsche Kolonialgeschichte. München: C.H. Beck.
OK
„Menschenrechte sind Frauenrechte und Frauenrechte sind Menschenrechte.“
Richtig!
„Menschenrechte sind Frauenrechte und Frauenrechte sind Menschenrechte.“
Jahr:
Autor*inneninfo:

Hillary Clinton (*1947) ist eine US-Amerikanische Politikerin und war unter der Präsidentschaft ihres Mannes von 1992 bis 2001 sog. First Lady.
Quelle:
Zitat: Hillary Clinton (1995): Keynote während der „Fourth World Conference on Women“ Peking 1995.
Bild: By White House – Official Portrait of First Lady Hillary Clinton, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=139486826
Kontext:
Dieses Zitat stammt aus Clintons Rede als „First Lady“ der USA während der „Fourth World Conference on Women“ in Peking, China. Sie adressiert verschiedene Dimensionen der Verletzung von Menschenrechten von Frauen. Sie verweist darauf, dass vielen Frauen, die an der Konferenz teilnehmen wollten, die Teilnahme verwehrt wurde. Freiheit bedeute, dass alle ihren Regierungen ohne Gefahr für Leib und Leben widersprechen dürfen. Während Clinton sich als Menschenrechtlerin versteht, wird sie dafür kritisiert, dass sie die Forderungen nach Menschenrechten hinter wirtschaftliche und machtpolitische Interessen der USA zurückstellt und damit deren grundlegende Bedeutung unterläuft. Bekannter ist der Slogan auch im Kontext feministischer Bewegungen, die damit für gleiche Rechte von Frauen eintreten.
Zum Weiterlesen:
*Medica mondiale (2024): Frauenrechte sind Menschenrechte, https://medicamondiale.org/gewalt-gegen-frauen/frauenrechte-sind-menschenrechte
*Roman Birke und Carola Sachse (Hg. 2018): Menschenrechte und Geschlecht im 20. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein Verlag.
OK
Die Polizei kommt, um unsere Mieten einzutreiben. Die Schutzinstitution für Aboriginals findet, dass es wichtig ist für colored Menschen, ihre Miete zu bezahlen. Aber weiße Menschen haben nie daran gedacht, Miete zu bezahlen für das ganze Land, dass sie von unseren Vorfahren weggenommen haben.
Richtig!
Die Polizei kommt, um unsere Mieten einzutreiben. Die Schutzinstitution für Aboriginals findet, dass es wichtig ist für colored Menschen, ihre Miete zu bezahlen. Aber weiße Menschen haben nie daran gedacht, Miete zu bezahlen für das ganze Land, dass sie von unseren Vorfahren weggenommen haben.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Mary Clarke, (Geburtsdatum ungekannt – 1984) war eine Koori-Aboriginal-Aktivistin. Das Zitat stammt aus einer Rede, die auf einem Treffen mit Journalist:innen aufgezeichnet wurde. Das Treffen richtete sich gegen die Vertreibung von einer Frau und ihrer Kindern aus ihrem Haus im Framlingham Settlement (Victoria, Australien).
Quelle:
Originalquelle: Zeitung Melbourse Argus (22.02.1951)
Wiedergedruckt in: Jan Chritchett (1998): Untold Stories: Memories and Lives of Victorian Kooris. Melbourne: Melbourne University Press, S. 4.
Kontext:
Australien war eine Siedlungskolonie von Großbritannien. 1770 beanspruchte James Cook Ost-Australien für die britische Krone. Auch die Idee einer Gefangenenkolonie kam von ihm, um die überfüllten britischen Gefängnisse zu entlasten. 1788 landete Captain Arthur Phillip mit 1500 Gefangenen in Sydney. Es wird geschätzt, dass zwischen 1788 und 1900 bis zu 90% der indigenen Bevölkerung Australiens durch eingeschleppte Krankheiten, Landvertreibungen und gewalttätige Konflikte getötet wurden. Es gab Massenerschießungen, Menschen wurden gruppenweise von Klippen gestürzt oder ihnen wurde mit Arsen oder anderen Stoffen vergiftetes Land angeboten (Behrendt 2012: 274). Nicht nur für George Reid, Politiker der Free Trade Party, der 1903 in einer Wahlansprache sagte: „Wir sollten ein weißes Australien haben“ (1904 wurde er Premierminister). Ein weißes Australien wurde über Jahrhunderte von der Politik als Ziel verfolgt. Auch die Proteste der Aboriginal Bevölkerung gehen weit zurück. 1938 fand ein Schweigemarsch statt, um an die 150 Jahre Landraub und Kolonisierung zu erinnern (creativespirits.info).
Zum Weiterlesen:
*Foley, Gary (1999): ATSIC: Flaws in the Machine. The Koori History Website.
*John Harris (2003): Hiding the Bodies: the myth of the humane colonisation of Australia. In: Aboriginal History Journal. Canberra: Australian Centre for Indigenous History, S. 79-104.
*Larissa Behrendt (2013): Indigenous Australia for Dummies. Canberra: International Journal of Critical Indigenous Studies, S. 53f. (Rezension)
*creativespirits.info: Aboriginal timeline: Protest.
OK
Am Anfang erzählte ich allen, ich sei aus Trinidad, damit ich nicht über Sri Lanka und den Krieg sprechen musste. Ich wollte nicht sagen, dass ich eine Geflüchtete bin.
Richtig!
Am Anfang erzählte ich allen, ich sei aus Trinidad, damit ich nicht über Sri Lanka und den Krieg sprechen musste. Ich wollte nicht sagen, dass ich eine Geflüchtete bin.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Mathangi „Maya“ Arulpragasam (geb. 1975) ist eine britische Sängerin und Musikproduzentin, die unter dem Kürzel M.I.A. auftritt, was sowohl für Missing in Action als auch Missing in Acton (Stadtteil von London) steht.
Quelle:
Frank Sawatzki (2005): Maya rennt.
Kontext:
Geflüchtete Menschen sind oft jahrelanger Migration ausgesetzt, bis sie ihr Zielland erreichen. Die seelischen Traumata, die Geflüchtete möglicherweise aus Kriegsgebieten mit sich bringen (Kriegserfahrungen und Vergewaltigung, Verlust von Familienangehörigen), haben aufgrund des Überlebenskampfes im Grenzregime oft wenig Raum für Heilung. Im Gegenteil: Die Gewalt und fehlende Schutzräume – insbesondere für Frauen – setzen sich im Ankunftsland oft fort. In vielen Ländern gibt es allerdings selbstorganisierte kritisch-psychiatrische Versorgungsstellen, die bei der Bearbeitung von psychischen Traumata Hilfestellungen leisten.
Zum Weiterlesen:
*Kien Nghi Ha (2003): Die kolonialen Muster deutscher Arbeitsmigrationspolitik. In: Hito Steyerl & Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Hrsg.): Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik. Münster: Unrast, S. 56–107.
*Maria do Mar Castro Varela (2017): „Das Leiden der Anderen betrachten“. Flucht, Solidarität und Postkoloniale Soziale Arbeit. In: Johanna Bröse et al. (Hrsg.): Flucht. Herausforderungen für Soziale Arbeit. Wiesbaden: Springer, S. 3-20.
OK
„Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Rasse der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die N* sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften.“
Richtig!
„Die Menschheit ist in ihrer größten Vollkommenheit in der Rasse der Weißen. Die gelben Indianer haben schon ein geringeres Talent. Die N* sind weit tiefer, und am tiefsten steht ein Teil der amerikanischen Völkerschaften.“
Jahr:
Autor*inneninfo:

Immanuel Kant (1724-1804) war ein Philosoph der Aufklärung, der in Königsberg, heute Kaliningrad, lebte. Seine Philosophie gilt bis heute als bahnbrechend und er wird als Vater der Menschenrechte gefeiert.
Quelle:
Zitat: Immanuel Kant (1802): Vorlesung über Physische Geographie, eine auf Grundlage von Kants verschollenen Manuskripten zusammengestellte Vorlesungsnachschrift, die 1802 erschien, AA 9: 316. Bild: Quelle: Von Johann Gottlieb Becker (1720-1782) – http://www.philosovieth.de/kant-bilder/bilddaten.html, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32860677
Kontext:
Das Zitat stammt aus einer Vorlesung zur „Physischen Geographie“, die Kant von 1755 bis zum Ende seiner Lehrtätigkeit 1796 regelmäßig hielt. Sie ist vor allem in Form von Nachschriften von Studenten Kants überliefert, weshalb nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann, was Kant genau sagte. Kant bezog sein Wissen vor allem aus Reiseberichten, in diesem Fall von Georges-Louis Leclerc de Buffon. Das Zitat steht in einem Widerspruch zu Kants Ethik und Moralphilosophie, die die Gleichheit aller Menschen voraussetzt und auch für die Erklärung der Menschenrechte als grundlegend gilt. Seit einigen Jahren wird über diesen Widerspruch in Öffentlichkeit und Forschung lebhaft debattiert. Kant wird aufgrund solcher Passagen in kritischer Absicht von manchen als Begründer der modernen Racen-Theorie bezeichnet.
Zum Weiterlesen:
*Andrea Esser (18.07.2023): Wie umgehen mit dem rassistischen Erbe in der Philosophie? Die richtigen Fragen stellen!, in: praefaktisch, https://praefaktisch.de/rassismus/wie-umgehen-mit-dem-rassistischen-erbe-in-der-philosophie-die-richtigen-fragen-stellen/ *Interdisziplinäre Diskussionsreihe der BBAW (2021/2022): Kant – Ein Rassist?, https://www.bbaw.de/mediathek/archiv-2020/kant-ein-rassist-interdisziplinaere-diskussionsreihe
OK
Hier bin ich nicht mehr in meiner Heimat, sondern die haben sie mir in einer ganz bestimmten Weise geklaut. Die ganze Umgebung ist (mir) fremd geworden. Das fängt beim Geruch an und geht bis zur Straße.
Richtig!
Hier bin ich nicht mehr in meiner Heimat, sondern die haben sie mir in einer ganz bestimmten Weise geklaut. Die ganze Umgebung ist (mir) fremd geworden. Das fängt beim Geruch an und geht bis zur Straße.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Heinrich Lummer (1932-2019) war CDU-Politiker und war von 1981-1986 Innensenator des Landes Berlin.
Quelle:
David Clay Large (2002): Berlin. Biographie einer Stadt. STADT_VERLAG, S. 441.
Kontext:
Der ehemalige Innensenator des Landes Berlin, Heinrich Lummer, machte nicht nur durch seine Korruptionsskandale und seine Zuarbeit zum Bundesnachrichtendienst sowie die Einspannung von Rechtsextremist:innen in die CDU auf sich aufmerksam. Lummer ist auch auffällig geworden durch rassistische und antisemitische Äußerungen, in denen er gegen eine ‘Überfremdung’ Deutschlands Stimmung betrieb, wie aus dem Zitat deutlich wird. Diese Diskurse trugen auch dazu bei, dass Kreuzberg unter weißen Deutschen für lange Zeit als kriminell, gefährlich und als Ghetto dargestellt wurde. Gleichzeitig war es für die Bewohner:innen tatsächlich oft eine sichere Umwelt, in der sie sich mit weniger rechten Gefahren konfrontiert sahen. Begriffe wie ‘Türkenkinder’, ‘soziale Verelendung’ und ‘Türkenkolonie‘ wurden ganz selbstverständlich vom Magazin Der Spiegel verwendet. Das Zitat bezieht sich auf den Berliner Stadtteil Kreuzberg der 1980er Jahre, in dem vor der großen Gentrifizierung noch schätzungsweise 30.000 Menschen aus der Türkei lebten und es dadurch den Namen ‘Klein-Istanbul‘ bekam. Kreuzberg wurde mit den New Yorker Stadtteilen Bronx, Harlem und Brooklyn verglichen, die auf ähnliche Weise stigmatisiert und kriminalisiert wurden.
Zum Weiterlesen:
*Iman Attia (2007): Orient- und IslamBilder. Interdisziplinäre Beiträge zu Orientalismus und antimuslimischem Rassismus, Münster: Unrast.
*Çagrı Kahveci (2017): Migrantische Selbstorganisierung im Kampf gegen Rassismus. Die politische Praxis ausgewählter antirassistischer Gruppen türkeistämmiger Migrant*innen, Münster: Unrast.
OK
„So fühlte ich ja auch, nur, dass man das nach außen gar nicht tragen kann. Sie können ihren Schmerz und den Grund für diesen Schmerz, dass die Zwangssterilisation war, konnte ich ja gar nicht nach außen irgendwie deutlich machen. Weil es mit einem solchen Makel behaftet ist, als minderwertig zwangssterilisiert worden zu sein, lebenslang als minderwertig abgestempelt zu sein. Das ist ja eine unglaubliche Sache. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären das!“
Richtig!
„So fühlte ich ja auch, nur, dass man das nach außen gar nicht tragen kann. Sie können ihren Schmerz und den Grund für diesen Schmerz, dass die Zwangssterilisation war, konnte ich ja gar nicht nach außen irgendwie deutlich machen. Weil es mit einem solchen Makel behaftet ist, als minderwertig zwangssterilisiert worden zu sein, lebenslang als minderwertig abgestempelt zu sein. Das ist ja eine unglaubliche Sache. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären das!“
Jahr:
Autor*inneninfo:
Dorothea Buck (1917-2019) war eine deutsche Autor*in und Bildhauer*in. Sie wurde unter der NS-Herrschaft als psychisch krank eingestuft und zwangssterilisiert. Sie hielt kritische Vorträge, schrieb Aufsätze und u.a. ein Theaterstück über den hunderttausendfachen Mord an psychisch Kranken und Behinderten in der NS-Zeit. 1992 gründete sie mit anderen Betroffenen den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.
Quelle:
RBB, 27.05.2010: „
Kontext:
Während der NS-Herrschaft wurden hundertausende Menschen Opfer von Menschenversuchen durch Mediziner:innen, sowie von menschenverachtender medizinischer Behandlungen und Krankenmorden. Die Nazis suchten sich ihre Opfer in Psychatrien, in Konzentrations- oder Kriegsgefangenenlagern. Nach den Nürnberger Prozessen gegen die Hauptkriegsverbrecher fanden 1946-1949 zwölf Nachfolgeprozesse statt. Im Ärzte-Prozess von 1946-1947 klagte das amerikanische Militärgericht 23 Mediziner:innen, Verwaltungsangestellte und einen Juristen an u.a. wg. Verbechen gegen die Menschlichkeit an. Sieben von ihnen wurden zum Tode verurteilt. Der bekannteste Kriegsverbrecher, Joseph Mengele, Lagerarzt in Auschwitz 1943-1945, wurde nie gefasst und starb 1979 bei einem Badeunfall in Brasilien. Jahrzehntelang kämpften Opfer von KZ-Menschenversuchen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs um Entschädigung und Anerkennung. Auch hier können koloniale Ungerechtigkeiten ausgemacht werden, denn die Nazis sahen in Osteuropa ihr koloniales Projekt (Zimmerer 2003). Nach dem Krieg wurden osteuropäischen Überlebenden lange Zeit von allen Leistungen ausgegrenzt. „Dies änderte sich erst durch die internationale Aufmerksamkeit für das Verfolgungsschicksal der Gruppe polnischer Frauen, die als Ravensbrueck Lapins bekannt wurden. Ihr Fall trug maßgeblich dazu bei, dass die radikale Ausgrenzung osteuropäischer NS-Verfolgter allmählich aufweichte“ (Baumann 2009).
Bild: Die von Dorothea Buck geschaffene Bronze-Statue „Mutter mit Kind“ (Hamburg).
Zum Weiterlesen:
*Stefanie Michaela Baumann 2009: Menschenversuche und Wiedergutmachung : Der lange Streit um Entschädigung und Anerkennung der Opfer nationalsozialistischer Humanexperimente. Berlin, Boston, Oldenbourg: De Gruyter.
*Jürgen Zimmerer, Holocaust und Kolonialismus. Beitrag zu einer Archäologie des genozidalen Gedankens, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 51/2003, S. 1098–1119, hier S. 1102. Seine Beiträge zur Kontinuitätsfrage erschienen noch einmal gesammelt als ders., Von Windhuk nach Auschwitz? Beiträge zum Verhältnis von Kolonialismus und Holocaust, Berlin 2011.
OK
Der, welcher die Erde an ihre Stelle hängte, ist gehängt./ Der, welcher die Himmel befestigte, ist ans Kreuz befestigt./ Der, welcher alle Dinge fest machte, ist festgemacht am Holz./ Der Herr ist geschmäht, Gott ist ermordet./ Der König Israel ist erschlagen von israelitischer Hand.
Richtig!
Der, welcher die Erde an ihre Stelle hängte, ist gehängt./ Der, welcher die Himmel befestigte, ist ans Kreuz befestigt./ Der, welcher alle Dinge fest machte, ist festgemacht am Holz./ Der Herr ist geschmäht, Gott ist ermordet./ Der König Israel ist erschlagen von israelitischer Hand.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Türkei: Melitio von Sardes
Melitio von Sardes (ca. 120-185) trat im 2. Jahrhundert als Bischof von Sardis in der heutigen Türkei in Erscheinung. Von der römisch-katholischen wie auch von orthodoxen Kirchen wird er als Heiliger verehrt. Seine zwischen den jahren 160 und 170 veröffentlichten Schriften über die Juden als Gottesmörder, gelten als gewichtige Quellen für die Ausbildung eines christlichen Antijudaismus. Melito betrachtete die Zerstörung des Tempels wie auch das Leiden der Juden in der Diaspora als Konsequenz und gerechte Strafe für ihren „Gottesmords“.
Quelle:
Melitio von Sardes, Passa Homilie, zit. n. Karl-Erich Grözinger (1999): Die „Gottesmörder, in: Julius H. Schoeps/Joachim Schlör (Hg.), Bilder der Judenfeindschaft. Augsburg: Bechtermünz, S. 57.
Kontext:
Judenfeindlichkeit hat eine lange Tradition, deren Wurzeln bis in die Antike zurückreichen. Doch erst mit der Verbindung von christlicher Theologie und Judenfeindschaft zum Antijudaismus fand sie Verbreitung über den gesamten christlich-abendländischen Raum. Seit dem Frühchristentum hatte sich ein negatives Judenbild etabliert, und die verschiedenen antijüdischen Mythen und Klischees, aus denen es sich speiste, prägten die Geisteshaltung und drangen tief in die Mentalität der europäischen Gesellschaften ein.
Am Anfang der traditionellen Judenfeindschaft stand der konflikthafte Ablösungsprozess der frühen Christen*innen vom Judentum. Es war ein Konkurrenzkampf um den „wahren Glauben“, um Anhängerschaft und um Anerkennung durch Rom. Hieraus entstand eine antijüdische Tradition, die teilweise an innerjüdische Streitigkeiten, wie auch im Neuen Testament gespiegelt, anknüpfen konnte. Das Selbstverständnis der Christen als „Verus Israel“ („Wahres Israel“) im neuen Bund führte dazu, den Juden die Zugehörigkeit zum Gottesbund abzusprechen. Ihnen wurde vorgeworfen, Jesus als Messias verworfen, ihn verraten und gekreuzigt zu haben. Damit waren sie nach christlicher Anschauung nicht nur als Feinde des wahren Glaubens, sondern als Widersacher Jesu und des Christentums par excellence zu betrachten. Als Gottesmörder, so die Überzeugung in weiten Teilen der Alten Kirche, waren sie dazu verdammt, heimatlos in der Welt umherzuirren und durch ihre „elende Existenz“ die Wahrheit des Christentums zu bezeugen.
Diese theologisch-heilsgeschichtlich begründete Auffassung vom Judentum und von der jüdischen Existenz in der Diaspora ging als fester Bestandteil der kirchlichen Glaubenslehre in das christlich-abendländische Denken ein.
Zum Weiterlesen:
OK
Langsam fahre ich weiter, wobei ich jedes Ausweichen in das neben einer alten Wagenspur beginnende Sperrgebiet ängstlich vermeide. Und so gelange ich auf einen Außenposten, im äußersten Zipfel dieser letzten, tief in das Kakaofeld hineinvermessenen Farm. Hier ist wirklich jede Kultur zuende. Hier ist der Mensch wirklich nichts, die starke Natur ist alles.
Richtig!
Langsam fahre ich weiter, wobei ich jedes Ausweichen in das neben einer alten Wagenspur beginnende Sperrgebiet ängstlich vermeide. Und so gelange ich auf einen Außenposten, im äußersten Zipfel dieser letzten, tief in das Kakaofeld hineinvermessenen Farm. Hier ist wirklich jede Kultur zuende. Hier ist der Mensch wirklich nichts, die starke Natur ist alles.
Jahr:
Autor*inneninfo:
Paul Ettighoffer (1896 – 1976) war deutscher Schriftsteller. Er hat u.a. 1938 und 1943 zwei Bücher geschrieben, die zur deutschen Kolonialliteratur gehören und in denen er seine Reisen beschreibt.
Quelle:
Paul Ettighoffer (1938): So sah ich Afrika. Mit Auto und Kamera durch unsere Kolonien. Gütersloh: C. Bertelsmann.
Kontext:
Ettighoffers Bücher erschienen als Tatsachenberichte im nationalsozialistischen Deutschland (Lampert 2004). „Mit dem Hinarbeiten des NS-Systems auf einen erneuten Krieg radikalisierten sich die Bücher Ettighoffers in Militanz, Rassismus, Obrigkeitsgläubigkeit und Kolonialgedanken“ (ebd.). Natur wurde von Ettighoffer als totale Bedrohung speziell für weißes Leben konstruiert und bot somit eine Legitimation für ihre möglichst weitreichende Beherrschung bis hin zu Ökozid und Genozid. Bis heute sind Vernichtung von Natur und Mensch verbunden (Müller 2017).
Zum Weiterlesen:
*Timm Ebner (2016): Nationalsozialistische Kolonialliteratur. Koloniale und antisemitische Verräterfiguren „hinter den Kulissen des Welttheaters“. Paderborn: Wilhelm Fink.
*Andreas Lampert (2004): Ettighoffer, Paul Coelestin.
*Franziska Müller (2017): Von grüner Hölle und grünem Gold. (Post)Koloniale gesellschaftliche Naturverhältnisse. In: glokal: Connecting the dots. Lernen aus Geschichte(n) von Unterdrückung und Widerstand.“
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